Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
58
Erscheinungsjahr:
2016
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000397673/371/
Catarina Proidl 
alleine nicht vermögen, sind Landschaftsstrukturen raumbildend und 
Orientierung gebend. Über die Siedlungsgliederung hinausgehend sind 
bei steigender Siedlungstätigkeit Landschaftsstrukturen in einem sol- 
chen Tallandschaftsgefüge auch vermehrt Träger sozialer Funktionen 
im Aussenraum. Im Folgenden wird der Fokus auf diese beiden Aspek- 
te gelegt. 
Vegetationsstrukturen alleine oder im Zusammenspiel mit Gebäu- 
den, der Gebäudenutzung und der angrenzenden Topografie können 
unterschiedliche Orte von Öffentlichkeit erzeugen oder unterstützen. 
Durch die spezifische Konfiguration können und werden Abstufungen 
von privaten und halböffentlichen Aussenräumen hin zu öffentlichen 
Aussenräumen erzeugt und für den jeweiligen Ort in eine sinnvolle 
Aneinanderreihung gebracht. Landschaftsstrukturen sind folglich eine 
Kombination von funktionalen Netzen und Flächen sowie der raum- 
wirksamen Ausprägung von Topografie und Vegetation auf regionaler, 
städtebaulicher und lokaler Massstabsebene. Hierin überlagern sich 
physische Ausprägungen der Tallandschaft mit den tatsächlichen und 
potenziellen Ansprüchen der gegenwärtigen Gesellschaft. In der Ge- 
samterstreckung weisen Landschaftsstrukturen eine Multifunktionalität 
auf, die auf das jeweilige Umfeld (landschaftsgebunden, siedlungsgebun- 
den) reagiert, das sie durchmessen. 
Das Hauptaugenmerk richtet sich demnach auf jene Talbodenbe- 
reiche, in denen Siedlungsverdichtung stattfinden wird und in welchen 
bereits vorhandene Landschaftsstrukturen zu Qualifizierungsüberle- 
gungen beitragen können. 
Lineare Landschaftsstrukturen im Talboden 
zwischen Triesen und Vaduz 
Der Fokus liegt auf dem schmalen Abschnitt des liechtensteinischen Tal- 
bodenbereiches, in welchem sich die beiden Ortschaften Triesen und 
Vaduz ausbreiten. Der Hauptanteil der Siedlungstätigkeit liegt entlang 
der Verzahnung der ausflachenden Schuttkegel der Wildbäche mit der 
Schotterebene des Rheins bis zum aktuellen Hochwasserschutzdamm. 
Dieser bildet auch optisch den Abschluss des Landes gegen Westen hin. 
In jüngster Zeit sind neben der sukzessiv fortschreitenden Besiedelung 
des Talraumes durch Wohnbebauung auch inselartig gruppierte Gewer- 
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