Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
58
Erscheinungsjahr:
2016
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000397673/192/
Verlag der Liechtensteinischen Akademischen Gesellschaft 
den nicht zu erwarten. Selbst für wissenschaftliche Werke wie Disserta- 
tionen fehlte hierzulande ein selbstständiger Verlag, welcher auf deren 
Veröffentlichung spezialisiert gewesen wäre und diese dadurch erleich- 
tert hätte. Glücklicherweise bestand zumindest eine Ausnahme für die 
historische Forschung im jährlich erscheinenden Jahrbuch, das der His- 
torische Verein für das Fürstentum Liechtenstein - genau genommen 
also kein Verlag — seit 1901 herausgab. Auf dem Gebiet der Geschichte 
ermöglichte, vereinfachte und förderte das Jahrbuch die Veröffentli- 
chung von Dissertationen, die sich damals pionierhaft einer ersten Auf- 
arbeitung grundlegender Fragen der liechtensteinischen Geschichte wid- 
meten. So konnten dort die bedeutsamen Dissertationen zur liechten- 
steinischen Geschichte im 19. Jahrhundert vom vorliegend geehrten 
Jubilar Georg Malin 1953, von Rupert Quaderer 1969, von Peter Geiger 
1970 und von Alois Ospelt 1972 erscheinen.!®* Umso schmerzlicher aber 
wurde angesichts dessen bewusst, dass ein solch förderliches Gefäss zur 
Veröffentlichung von Dissertationen aus dem thematischen Feld der 
Politik im weitesten Sinne gänzlich fehlte. Das beeinträchtigte eine ver- 
gleichbare erste Aufarbeitung grundlegender Fragen beispielsweise zum 
liechtensteinischen Staatswesen, zur liechtensteinischen Aussenpolitik 
oder zur liechtensteinischen Rechtsordnung. Die juristischen Disserta- 
tionen von Gregor Steger 1950, von Gerard Batliner 1957 oder von Her- 
bert Wille 1972 mussten demnach mangels Alternativen im Selbstverlag 
erscheinen;'! diejenige von Ernst Pappermann 1967 erschien bei einem 
deutschen Verlag.’? 
Dieser prekären Lage des liechtensteinischen Verlagswesens ent- 
sprang als Versuch einer Abhilfe der VLAG. Ursprünglich war er als 
Selbstverlag für die Schriften der LAG konzipiert; die LAG figurierte 
denn auch bei der Schriftenreihe «Liechtenstein — Politische Schriften» 
(LPS) bis zur Nummer 13 im Jahr 1989 als deren Herausgeberin. Im 
VLAG sollten die aus der LAG als einem «politischen Forum»'* her- 
  
10 Übrigens waren sie alle bereits damals Mitglieder der LAG (Batliner, LAG, S. 10) 
und sind es bis heute. 
11 Gerard Batliner war Gründungsmitglied der LAG. Herbert Wille war und ist Mit- 
glied der LAG. 
12 Zum vorangehenden Absatz danke ich für hilfreiche Hinweise Herrn Rupert Qua- 
derer. 
13  Broggi/Gantner/Marxer / Wille, S. 24 m. N. 
191
        

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