Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
58
Erscheinungsjahr:
2016
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000397673/180/
Forschungsförderung in Liechtenstein 
Beiträge in anderer Form zugunsten der Gemeinschaft: Sie erzeugt einen 
rationalen Diskurs, unterstützt faktenbasierte politische Entscheidun- 
gen, hilft bei der Identitätsbildung und der gesellschaftlichen Integra- 
tion, verbessert die Grundlagen für rechtsstaatliches Handeln, kann als 
Frühwarnsystem bei gesellschaftlichen, wirtschaftlichen oder internatio- 
nalen Entwicklungen wirken, dient dem Image Liechtensteins als mo- 
derner Wissensstandort. Die Liste liesse sich noch lange fortsetzen. 
Forschung für die Allgemeinheit 
Aus den Forschungsaktivitäten des Liechtenstein-Instituts, dem der Au- 
tor gegenwärtig als Direktor vorsteht, können exemplarisch zwei aktu- 
elle Projekte herausgehoben werden, die das Gesagte unterstreichen. Ei- 
nerseits arbeitet das Liechtenstein-Institut an einer Kommentierung zur 
liechtensteinischen Verfassung (www.verfassung.li). Der Verfassungs- 
kommentar ist als Online-Ausgabe konzipiert und ist für alle frei — also 
weltweit und unentgeltlich - zugänglich. Die Umsetzung steht somit im 
Einklang mit einer zunehmend geforderten Open-Access-Strategie, wo- 
nach mit öffentlichen Mitteln geförderte Forschungsergebnisse mög- 
lichst zeitnah und kostenlos der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sol- 
len.® Es ist von vornherein klar, dass sich die zu finanzierenden Forscher- 
jahre in keiner Weise kommerziell verwerten lassen, speziell in einem 
Kleinstaat wie Liechtenstein. Trotzdem ist es für Liechtenstein als souve- 
ränen Staat wichtig, dass eine fundierte Auseinandersetzung mit dem ei- 
genen Grundgesetz erfolgt. Niemand ausserhalb Liechtensteins macht 
das in der notwendigen Tiefe und mit einer langfristigen Orientierung. 
Ein anderes Projekt ist eine Online-Version und Aktualisierung des 
Historischen Lexikons des Fürstentums Liechtenstein. Dieses 2013 nach 
25-jähriger Vorbereitung publizierte, doppelbändige Werk mit rund 
6 Stellvertretend für die aktuelle Entwicklung betreffend Open Access sei hier auf die 
Berliner Erklärung vom 22. Oktober 2003 verwiesen, in welcher ein wichtiger An- 
stoss zur freien Verfügbarkeit von Wissen gegeben wurde (https://openaccess.mpg. 
de/Berlin-Declaration). Auf diese Erklärung stützt sich auch «QA2020 — initiative 
for the large scale transition to open access» (www.0a2020.0rg), welche am 23. März 
2016 vom Schweizerischen Nationalfonds unterzeichnet wurde. Der OA2020 sind 
weltweit 51 unterzeichnende Institutionen angeschlossen (Stand: 7. Juni 2016), wo- 
bei diese Zahl in Zukunft wohl stark ansteigen wird. 
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