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Wirklich als positive Entwicklung. Und das 
macht, das macht wirklich Freude. Das ist ein- 
fach etwas Schönes. Also, vielleicht ist es das, 
was, was man schon als Freude an der Macht 
im positiven Sinn ausdrücken kann, oder. Macht 
hat bei uns auch sehr viel einen negativen 
Touch. Aber Macht hat auch, ehm, wenn sie,M, 
Macht hat eben beide Aspekte, oder. Man kann 
Macht auch auf eine gute Art auswirken, indem 
man eben hingeht, oder und für mich ist eine 
Politik immer auch, ah, eine gewisse Kompro- 
missfáhigkeit. Also, eben wie ich vorher gesagt 
habe. Man muss darauf achten, dass man wirk- 
lich die Menschen mitnehmen kann, oder. Man 
darf nicht mit der Politik einfach über die Men- 
schen darüber fahren. Und darum sind eben die 
politischen Diskussionen so wichtig. Und das 
mir vielleicht auch etwas, das mir jetzt wichtig 
ist, oder, zum Beispiel die Position der „Freien 
Liste" zur Familienpolitik, die ist nicht von heute 
auf morgen einfach von jemandem gesetzt 
worden. Sondern da hat es Diskussionen gege 
ben mit verschiedensten Leuten aus der ,Freie 
n 
Liste", da hat es eine Arbeitsgruppe Familienpo- 
litik gegeben, da hat es eine offene Diskussion 
in einer Mitgliederversammlung gegeben, da 
hat es Analysen gegeben von Studien und am 
Schluss hat man eine Position gefunden. Und 
da hat es auch Aspekte drin, wo ich am Anfang 
von der Diskussion für mich undenkbar gewe- 
1114 einem Jahr anders denke. //mhm// Oder, der 
1115 Prozess, den ich ja bei den anderen anstosse 
1116 der stossen sie ja auch bei mir an. Und das, 
1117 das ist, eh, ein aufeinander sich zu bewegen. 
1118 V: Und, eh, irgend einmal muss man sich ja 
1119 dann entscheiden. Ist denn das bei ihnen jedes 
1120 Mal mit einem ruhigen Gefühl, dass sie sagen, 
1121 doch, also ich habe mich jetzt eingehend mit 
1122 diesem Thema befasst und zum jetzigen Zeit- 
1123 punkt stimmt dieser Entscheid voll und ganz. 
1124 Oder gibt es dort auch manchmal Zweifel, wo 
1125 man denkt, ja, gibt es nicht noch Aspekte, die 
1126 vielleicht jetzt da wichtig wáren. 
1127 M: Vielfach ist es ja, oder, man trifft sich ja in 
1128 den Fraktionen, also es ist schon etwas von der 
1129 Partei, oder. Wir haben jede Woche Fraktions- 
1130 sitzung und das sind ganz wertvolle eben sol- 
1131 che politische Diskussionen, die stattfinden. 
1132 Oder, die einem helfen bei der Entscheidung, 
1133 die einem, ehm, wenn halt jemand, eh, gegen- 
1134 über sitzt und sagt, aber ich bin-, ich habe mir-, 
1135 ich denke noch an das und das, oder. Dann 
1136 kommt eben diese Vielfalt von der Breite von 
1137 der Entscheidung, wo man dann letztendlich 
1138 abgestützt ist. Und was immer ist, oder, man ist 
1139 ja so in einem Gremium von fünfundzwanzig 
1140 Leuten. Man muss sich auch bewusst sein, 
1141 dass die eigene Stimme schon ein Fünfund- 
1142 zwanzigstel ausmacht. Aber eben nur ein Fünf- 
1143 undzwanzigstel. //mhm// Letztendlich ist man 
sen sind zum Vertreten. //mhm// Aber im Verlauf 1144 niemals zu hundert Prozent alleine für eine Ent- 
von diesem Lernen, von diesem, eh, Versachli- 
chen auch gewissermassen, kann ich diese 
heute zu hundert Prozent vertreten, weil ich 
einfach erkannt habe, dass sie wichtig sind. 
//mhm// Und sind natürlich, das sind spannende 
Prozesse, oder, das ist einfach, vielleicht aus 
diesem Grund heraus, weil man sich selber 
immer weiterentwickelt. //mhm// Also Politik hat 
auch vielfach etwas damit zu tun, sich selber 
auch wieder immer zu hinterfragen. Seine Posi 
tionen, die man hat und, eh, gegebenenfalls zu 
korrigieren und neu zu finden. Es ist etwas an- 
deres für mich von jemandem, der einfach von 
heute auf morgen einfach sagt, (da?), oder ich 
kenne das auch im Landtag. Ah, jetzt habe ich 
gerade das gesagt aber ich habe eben anders 
gestimmt. (lacht) Das, das gibt es, oder. //V: 
Das gibt es?// Das gibt es. Und, ehm, .. 
V: Aber sie verstehen das anders. 
M: Ich verstehe das anders, oder. Wenn, dann 
sind es wirklich, man muss einfach in der Politik 
die Entscheidungen, die ich im Landtag treffe, 
das sind die Entscheidungen, die ich nach mei- 
nem besten Wissen und Gewissen, mit dem 
Wissen, das ich zum diesem Zeitpunkt habe, 
treffe. //mhm// Und es kann passieren, dass ich, 
eh, spáter weitere Informationen kommen, die 
1145 scheidung verantwortlich. Und es müssen sich 
1146 mindestens dreizehn, also zwólf andere die 
1147 gleiche Meinung haben, damit etwas durchgeht. 
1148 //mhm// So dass man eigentlich, ehm, .. ich bis 
1149 jetzt eigentlich über den Landtag-, einmal jetzt 
1150 erlebt habe, dass ich wirklich, eh, ein paar Tage 
1151 nach dem Landtag da gesessen bin und habe 
1152 gesagt, mein Gott, habe ich das jetzt richtig 
1153 gemacht oder habe ich das nicht richtig ge- 
1154 macht. Und vóllig wieder verunsichert gewesen 
1155 bin. Aber im náchsten Landtag hat es eine Dis- 
1156 kussion gegeben, an der dieses Thema auch 
1157 wieder gekommen ist und da habe ich hundert 
1158 Prozentig gewusst, dass die Entscheidung rich- 
1159 tig gewesen ist, oder. .. Aber- 
1160 V: Entschuldigung. Also sie denken schon, 
1161 dass, wenn ich sie richtig verstehe jetzt, dass 
1162 gerade durch die Demokratie, wo eigentlich die 
1163 Mehrheit entscheidet, dass diese Mehrheit auch 
1164 gewisse Korrektur kann ausüben. Eben dass 
1165 sie eigentlich schon vertrauen darauf, dass 
1166 schlussendlich die Mehrheit dann schon den 
1167 richtigen Weg einschlágt. Es ist ein Fünfund- 
1168 zwanzigstel und da hat es ja noch andere, die 
1169 diese Entscheidung mit- 
1170 M: Tragen, oder. Sicher ist es nicht immer, oder. 
1171 Ich meine gerade wir sind diejenigen, die ófters 
dann dazu führen, dass ich vielleicht auch nach 1172 anderer Meinung sind als die Mehrheit. Aber, 
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