Kommunikationsmustern, ihrem Kooperations- oder Konflikthandeln und deren Einstellun- 
gen und Wertorientierungen (Dackweiler 2007: 10). 
Der Zugang in Elitepositionen ist mittels sektorspezifischen Leitungskriterien geregelt. Eine 
Eliteposition in der Wirtschaft erlangt man mehrheitlich mit einem entsprechenden Leis- 
tungsausweis, der einerseits formelle Bildungsabschlüsse, sowie auch erwiesener Leis- 
tungswille und fortgesetzte Leistungserbringung auf höchstem Niveau beinhaltet, die diese 
Person für diese Position qualifiziert. In der Wirtschaft oder im Militär scheint das noch ei- 
nigermassen nachvollziehbar zu sein, obschon auch hier beim genaueren Betrachten, 
gewisse Fragen, allenfalls Zweifel aufsteigen. Wer legt die Leistungskriterien fest? Wie 
werden sie gewichtet? Was ist schlussendlich für eine erfolgreiche Karriere ausschlagge- 
bend? Schenken wir dem verbreiteten Ansatz der Leistungseliten Glauben, so müsste der 
Anteil von Frauen in Spitzenpositionen gerade in der Wirtschaft hoch sein. Gerade dieser 
Bereich wird noch immer von Männern dominiert. 
Wie sieht es in der Politik aus? Strebt man eine nationale Führungsposition an, so ist „der 
kontinuierliche innerparteiliche Aufstieg, überwiegend begonnen in lokalen Vorstandsposi- 
tionen, eine nahezu unabdingbare Voraussetzung zur Erlangung nationaler Führungsposi- 
tionen“ (Herzog 1990: 36). Die nationalen einflussreichen Mandatsträger sind dement- 
sprechend „in aller Regel langjährige, erfahrene Parteimitglieder“ (Rebensdorf 1995: 161). 
Hartmann hat Spitzenkarrieren und soziale Herkunft in der Politik betrachtet und dabei 
festgestellt, dass gerade die Juristen mit einem Anteil von mehr als drei Vierteln die Inge- 
nieure und Wirtschaftswissenschaftler in politischen Spitzenpositionen dominieren. Zudem 
fällt auf, dass in Deutschland die hochrangigen Politiker aus Familien der breiten Mittel- 
schicht entstammen. Anders als in der Wirtschaft, in der Kinder aus dem Grossbürgertum 
erfolgreicher sind, wird der Nachwuchs aus der Arbeiterklasse und der breiten Mittel- 
schicht in der Politik eindeutig begünstigt (Hartmann 2002: 101). 
2.2. Frauen in der politischen Elite 
Wer gehórt zur politischen Elite eines Landes? Ich lehne mich hierbei an Reichart-Dreyer, 
die Abgeordnete der nationalen Parlamente und Regierungsmitglieder als politische Elite 
eines Landes definiert hat und definiere so den liechtensteinischen Landtag und die Re- 
gierung als politische Elite (Reichart-Dreyer 2007: 169). Derzeit sitzen im 25 kópfigen 
Landtag sechs Frauen, in der Regierung ist eine Frau neben vier mánnlichen Kollegen
        

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