Nationale Umsetzung der 4. EU-Geldwäscherichtlinie 
der Umsetzung der 1. EU-Geldwäscherichtlinie — wurden die Auswirkungen der Strassburger- 
Konvention auf indirektem Wege ins nationale Recht normiert.” 
3.2.5 Palermo-Konvention 2000 
Die „Konvention gegen das länderübergreifende organisierte Verbrechen“ (sog. Palermo-Konvention) 
wurde am 12. Dezember 2000 von Liechtenstein sowie von weiteren 123 Staaten unterzeichnet. Bis 
heute haben 147 Staaten unterzeichnet. Die Konvention zielt insbesondere darauf ab, dass von den 
Staaten die Geldwásche, organisierte Kriminalitüt sowie die Behinderung der Justiz als Straftatbestün- 
de normiert werden. In Art. 6 der Palermo-Konvention wird — vergleichbar mit Art. 3 UNDK - der 
Straftatbestand der Geldwásche geregelt. Jedoch werden abweichend von der UNDK als Vortaten der 
Geldwásche schwere Straftaten mit einer Freiheitsstrafe von mindestens vier Jahren (Art. 2 lit. b), 
Korruption (Art. 8), Behinderung der Justizbehórden (Art. 23) sowie Beteiligung an einer organsierten 
kriminellen Vereinigung (Art. 5) aufgezählt.” Art. 7 der Palermo-Konvention bezieht sich konkret auf 
Massnahmen zur Regelung und Aufsicht von Banken, Nichtbanken und anderen Berufsgruppen, wel- 
che für die Geldwäsche ,empfänglich“ sind. Zum einen sollen die Finanzinstitute Kunden identifizie- 
ren und verdächtige Transaktionen melden, zum anderen sollen die nationalen Untersuchungs- und 
Strafvollziehungsbehôrden auf nationaler und internationaler Ebene miteinander arbeiten und Informa- 
tionen austauschen. Zudem solite jeder Vertragsstaat eine spezielle Geldwäsche-Meldestelle einrich- 
ten.“ 
3.2.6 UN-Konvention gegen Korruption 2003 (UNCAC) 
Bis 1996 beschränkte sich der Bereich der Geldwäsche hauptsächlich auf Vortaten sog. Drogendelikte. 
Erst mit den FATF Empfehlungen wurden die Vortaten der Geldwäsche auf sämtliche Vermögensde- 
likte, welche als Verbrechen bzw. als „schwere Straftaten“ zu qualifizieren sind, erstreckt. Im De- 
zember 1997 verabschiedete die OECD — um den Straftatbestand der Korruption zu einer weiteren 
Vortat der Geldwüsche zu machen — das ,, Übereinkommen über die Bekämpfung der Bestechung aus- 
  
7 Walch, Das liechtensteinische Sorgfaltspflichtgesetz, 16f. 
55 Vgl.Signature/Ratification Status, https://treaties.un.org/Pages/ViewDetails.aspx?src=IND&mtdsg_no=XVIII- 
12&chapter=18&lang=en (12.03.2016). 
5 Breuer, Die Bekämpfung der Geldwäsche, 99f. 
Breuer, Die Bekämpfung der Geldwäsche, 104f. 
61 
Vgl. Pieth in Ackermann/Donatsch/Rehberg (Hrsg.), Korruptionsgeldwäsche, Wirtschaft und Strafrecht, Festschrift für 
Niklaus Schmid zum 65. Geburtstag (2001), 438.
        

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