gekommen sind, und die Weissen. Mit denen ging's solange bis zu „SPES“; da haben wir mal 
ein Sätzlein gesagt und sie kamen auch nicht mehr. Man musste immer aufpassen, was man 
sagte, dass man sich's nicht mit allen verscherzt, andererseits hat man keine Kontrolle darauf, 
sie picken sich einfach das heraus, was sie wollen. 
Dann gab es eine Phase, in der wir keine Politiker mehr im Publikum hatten, aber es war 
trotzdem voll. Mit der Verfassung war etwas, wobei wir vielleicht etwas zuviel gesagt haben. 
Man hat uns dann auf das fixiert: Erzbischof Haas, Treuhänder und Fürst. Deshalb gab es 
dann den Wechsel zu ,,Ospelt, Ospelt und Schádler^: Wenn wir etwas anderes machen, geben 
wir uns gleich auch einen neuen Namen. Das hat anfangs auch Unsicherheit ausgelóst. Beim 
zweiten Teil („Die Kapelle II‘) fanden wir wieder Zustimmung von den Besuchern. 
Als wir dann ,,Das weisse Schlóssl" gemacht haben, was wieder eher politisch war, kam das 
„alte“ Publikum plötzlich wieder. So versuchen wir, immer wieder etwas anderes zu machen. 
Uns interessiert nicht, was und ob es dem Publikum gefällt. 
Wir gehen eigentlich von dem aus, was wir machen möchten. 
Thematische Programme 
Ich habe die Texte ja grösstenteils geschrieben und somit auch das Thema vorgegeben. 
Es hat sich dann immer so ergeben, dass wir auf ein Thema gekommen sind, das wir vorher 
noch nicht behandelt haben. Ein genaues Konzept hatte ich nie. Die Aktualität des Landes war 
mir immer wichtig; es war weniger eine Nacherzählung von den Geschehnissen im Land, 
sondern eher dass wir aktuelle Themen aufgegriffen haben. 
Mich hat immer interessiert, was ist die Stimmung im Land: wie reden die Leute miteinander, 
wie denken sie über etwas. Dabei haben wir schon Zitate von Politikern eingebaut, aber 
eigentlich interessierte mich mehr, was die Leute denken. Zum Beispiel: Was der Fürst tut, 
interessiert mich nicht, aber wie die Leute mit ihm umgehen schon. Wir machen uns weniger 
über den Fürst lustig, sondern mehr über die Leute, die ihm in den Arsch kriechen. Das war 
immer unsere Idee, was die meisten völlig falsch verstanden haben. Man kann es vielleicht 
eher mit einem „Spiegel der Gesellschaft“ bezeichnen. 
Bühnenform Kabarett 
Man kann ganz verschiedene Kabaretts machen. Wir wollten ein politisch-literarisches 
Kabarett machen, mit einer erkennbaren Haltung dahinter und in einer Form präsentiert, die 
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