wir aktuelle Themen aus Liechtenstein „behandelten“ und weil wir diese ohne Scheuklappen 
und frech präsentierten. 
TaK-Gründung (08:55) 
Mit der Gründung des Theaters am Kirchplatz (TaK) hat man für Liechtenstein eine 
Kleinkunstbühne geschaffen. Das TaK war ein regionales Kulturzentrum. Der Intendant Alois 
Büchel war einige Jahre noch zu 50 % als Deutschlehrer am Gymnasium tätig. Er hat wirklich 
alle damaligen Kleinkunst-Leute gekannt. Ich erinnere mich gut an Franz Hohler, an Emil und 
Hanns Dieter Hüsch. Sie und viele andere sind nach Schaan gekommen, weil er Alois Büchel 
sie gekannt hat und ein weites kulturelles Netzwerk aufbaute. Das TaK hatte in der 
europáischen Kulturszene einen guten Namen. 
Mit der Gründung des TaK ging unsere Kabarett-Zeit zu Ende — 1970 war unser letztes 
Programm! Dann gab es lange Zeit nichts mehr. Erst am 7. April 1994 láuteten die Brüder 
Mathias und Ingo Ospelt zusammen mit Marco Schädler eine neue Kabarett-ÀÁra ein, zuerst 
im ,,Frohsinn* in Gamprin, spáter im ,,Schlosslekeller in Vaduz. Sie suchten vorher mit uns 
den Kontakt und haben uns zu ihrem ersten Programm eingeladen, das war eine nette Geste. 
Und im TaK gab es bald nach der Eróffnung Eigenproduktionen; einzelne aus unserem 
Kabarett- Team haben dort noch mitgespielt, z B. im Stück ,,Die Leiden des jungen W* von 
Plensdorf. Alois Büchel hat spáter verschiedenste Eigenproduktionen auf die Bühne gebracht, 
die sehr anspruchsvoll waren und auch vom Fernsehen aufgezeichnet wurden. (11:45) 
Erneuerung durch das TaK (12:15) 
Vor dem TaK gab es in Liechtenstein kaum Theateraufführungen. Das ,, Theater Vorarlberg" 
spielte ab und zu nach Vaduz. Sonst gab es die Operette und die lokalen Feuerwehr- und 
Jungmannschafts-Theater-Aufführungen. 
Alois Büchel hat im TaK auch Ausstellungen organisiert, auch kleine Konzerte, (...) so hat er 
die Kleintheater-, Kleinkunstszene ziemlich breit abgedeckt. Dann gab es aber schon auch 
Gastspiele. Daneben hat ein Konzertverein zu anspruchsvollen Konzertaufführungen 
eingeladen. Das TaK hat dann die Konzertgesellschaft gewissermassen vereinnahmt - das 
klingt etwas bósartig, das war aber schon so. Alois hatte das Gefühl, er wäre der Einzige, der 
für die Kultur im Land verantwortlich sei. 
IX
        

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