Trotz der Kontroversen bleibt Kabarett vorerst die wohl beliebteste und häufigste 
Kleinkunstform in Liechtenstein. 
4.4 Etablierung der Kleinkunst in Liechtenstein 
Dank dem Kabarett konnte sich Kleinkunst mit all ihren Facetten im liechtensteinischen 
Kulturleben sukzessive etablieren. An der Künstlerbörse der Vereinigung KünstlerInnen — 
Theater - VeranstalterInnen (ktv) zeigte sich Liechtenstein 2013 als Gastland mit einem 
Querschnitt aus seiner Theaterszene: „Mit dabei waren Ospelt, Ospelt und Schädler, Esther 
Hasler, Martina Hug + Marco Schädler, The Lamperts, Albi Büchel, Andy Konrad, Rääs 
sowie Katja Langenbahn.““ 
Von diesen „hatten alle Künstlerinnen und Künstler, mit Ausnahme von Katja Langenbahn, 
ihren ersten (grósseren) Auftritt im Schlósslekeller^." Der Anlass wurde zwar von der 
Regierung Liechtensteins organisiert, jedoch abgesehen von den üblichen Beitrágen in den 
liechtensteinischen Landeszeitungen nicht speziell in Liechtenstein publik gemacht. 
Die Berichterstattung in den liechtensteinischen Medien ist selten wissenschaftlich 
verwertbar, da einerseits die Arbeitsweisen der Journalisten keine fundierten Rezensionen 
zulassen und andererseits, weil die beiden überwiegend gelesenen Landeszeitungen von 
jeweils einer Partei dirigiert werden. Für die vorliegende Untersuchung wäre ursprünglich 
eine Recherche der Presseartikel vorgesehen gewesen, doch der enorme Umfang sprengte den 
zeitlichen und räumlichen Rahmen. Deshalb beschränkt sich dieser Aspekt auf eine kurze, 
quantitative Analyse. 
Die Suchfunktion der eLiechtensteinensia, der digitalen Datenbank der Landesbibliothek, 
lässt eine Volltextsuche zu, die mit einer automatischen Texterkennung funktioniert.“ Für die 
Analyse wurden die einzelnen Suchbegriffe „Kleinkunst“, „Kleintheater“, „Kellertheater“ und 
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„Kabarett“ in einer Tabelle festgehalten mit ihrer jeweiligen Trefferanzahl pro Jahr." Im 
Anhang befindet sich die vollständige Tabelle. Hier sei zur Veranschaulichung ausschliesslich 
die graphische Auswertung gezeigt. 
44 Regierung des Fürstentums Liechtenstein (Hg.): Kleinkunst. Kulturbrief Liechtenstein. Nr. 1, Juni/2013, 
Vaduz 2013, S. 1. 
45 Vgl. Transkript zum Interview mit Mathias Ospelt vom 01.05.2015. 
46 Vgl. eLiechtensteinensia online: http://www.eliechtensteinensia.li/, 08.08.2015. 
47 Der Untersuchungszeitraum wurde von mir ab 1960 festgelegt. Die Datenbank beinhaltet die digitalisierten 
Zeitungen nur bis 2005. Für die Jahre danach gibt es eine andere Datenbank, für die der Zugang nur über die 
Verantwortlichen der Landesbibliothek gestattet ist. 
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