3.3 Das LiGa — Das Liechtensteiner Gabarett 
Das LiGa hatte genau 30 Jahre nach dem Kabarett Kaktus seinen ersten öffentlichen Auftritt 
am 07. April 1994 im Restaurant Frohsinn in Gamprin (FL). Die zwei Initianten Ingo und 
Mathias Ospelt stellten sich eine Trilogie über Liechtenstein mit verschiedenen 
Theaterformen vor. Damit konnten sie auch den Musiker Marco Schädler motivieren. Ospelt 
beschreibt die Gründung wie folgt: 
„Mein Bruder und ich hegten schon lange Ambitionen, etwas Gemeinsames auf die Bühne zu stellen. 
Im Herbst 1993 kam es zu einer Lesung im 'Frohsinn', an der ich satirische Texte und kleinere 
Szenen/Sketche vorstellte [...]. Ingo meinte anschliessend, dass man mit diesen Texten etwas anfangen 
könnte. Das war's dann eigentlich. Ursprünglich hatten wir eine Trilogie über Liechtenstein geplant. Das 
«19 
Kabarett sollte dabei als 'Heimatabend' den Anfang machen. 
Der „Heimatabend“ erreichte im Publikum so grosse Beliebtheit, dass sich die drei jungen 
Herren dazu entschlossen, bei diesem Format zu bleiben und damit ein weiteres Programm zu 
kreieren. Jedes Programm behandelte dann „ein bestimmtes Charakteristikum Liechtensteins 
in einer Momentaufnahme.“ Im Anhang ist eine Liste mit den jeweiligen Schwerpunkten der 
einzelnen Kabarettprogramme aufgeführt. Den Autor (Mathias Ospelt) interessierte weniger, 
was Politiker oder der Fürst tun, sondern vielmehr „die Stimmung im Land: wie reden die 
Leute miteinander, wie denken sie über etwas. [...] Das war immer unsere Idee, was die 
meisten völlig falsch verstanden haben. Man kann es vielleicht eher mit einem 'Spiegel der 
Gesellschaft' bezeichnen*.?' Ingo Ospelt führte als ausgebildeter Schauspieler die Regie für 
das Kabarett, während Marco Schädler das Programm mit Klavier und Liedern ausschmückte. 
Auf der Suche nach einer geeigneten Probe- und Auftrittsbühne für das Programm „Hirsch & 
Wurscht — ein Kulturprogramm" gelangte das LiGa ins Hotel Schlóssle in Vaduz. Daraufhin 
wurde das Kleintheater Schlósslekeller von der Kabarettgruppe gegründet. Im eigenen 
Theater konnte die Gruppe ihren Ideen gánzlich freien Lauf lassen. Es entstanden fünf weitere 
Programme. Nach einer internen Entscheidung gaben sie sich einen neuen Namen, was sie so 
19 Ospelt, Mathias: Das LIGA. Das Liechtensteiner Gabarett. 1994-2006. Hohenems 2007, S. 44. 
20 Ospelt 2007, S. 146. 
2] Vgl. Transkript zum Interview mit Mathias Ospelt vom 01.05.2015. - Ospelt 2007, S. 146. Ospelt schildert 
den Entstehungsprozess eines neuen Programms wie folgt: ,,Ich hatte eine Idee, die ich zu gegebener Zeit 
meinen beiden Kollegen mitteilte, dann schrieb ich die Szenen — meist über eine Periode von ein bis zwei 
Monaten -, legte diese meinen Kollegen vor, die die Texte punkto Humor, dramaturgischer Machbarkeit und 
Musikalitàt kritisch überprüften und dann noch dieses und jenes ergänzt, geändert oder gestrichen [haben], 
häufig wurden noch am Premierentag letzte Ánderungen vorgenommen oder gar letzte Texte geschrieben.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.