Der letzte Gutenberger und der Schwabenkrieg | 52 
Der Schwabenkrieg aus der Sicht des Balzner Burgenspiels „Der letzte Gutenberger“ von 1925 
Für diese Explosion der Hauptbüchse gibt es wiederum keine Belege. 1983 wurde jedoch 
bei einer Ausbaggerung für die Fundamente des neuen Mehrzweckgebäudes der Gemeinde 
Balzers ein eisernes Kanonenrohrfragment entdeckt (Abb. 34). 
Die archäologischen Untersuchungen ergaben, dass es sich dabei um ein Mündungsstück 
einer Schlangenbüchse aus dem Schwabenkrieg handeln muss. Die Bezeichnung „Schlan- 
ge“ kommt von der Länge des Rohres, welches im Fall des gefundenen Fragments eine 
Gesamtlänge von etwa 2.2 - 2.5 m gehabt haben muss." 
In der Luzerner Chronik von Diebold Schilling aus dem Jahre 1513 ist eine Schlangen- 
biichse abgebildet, welche der gefundenen Kanone von Balzers sehr nahe kommt (Abb. 35). 
Es sind dort franzósische Beutestücke der Eidgenossen aus den Burgunderkriegen darge- 
stellt.!*° 
  
Abb. 34: Kanonenfragment von 1499 aus Balzers 
  
Abb. 35: Luzerner Chronik von Diebold Schilling, 1513, Folio 102 r. 
Schlangenbüchse unten links gleicht dem gefundenen Fragment von Balzers. 
  
5 vgl. Bill, 1983, S. 223ff. 
1? vg]. Bill, 1983, S. 226f.
        

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