Der letzte Gutenberger und der Schwabenkrieg 
Der Schwabenkrieg aus der Sicht des Balzner Burgenspiels „Der letzte Gutenberger“ von 1925 
sen (Abb. 32). Die Landesarchäologie hat jedoch tatsächlich, anlässlich der baugeschichtli- 
chen Dokumentation der Fassade, 32 Einschüsse von Kanonenkugeln (Abb. 33) gefunden, 
welche auf die Zeit des Schwabenkriegs datiert wurden." 
  
Abb. 32 und 33: Steinerne Kanonenkugeln und Einschussloch in der Fassade der Burg. 
Zur Zeit des Schwabenkriegs wurde jedoch nebst den steinernen bereits auch mit eisernen 
Kanonenkugeln geschossen, wobei die steinernen Kugeln eher für die grösseren Kanonen 
und die eisernen Geschosse eher für die kleineren, zum Beispiel für die Schlangenbüchsen, 
verwendet wurden. In einem Brief von Hauptmann Heinrich Ammann vom 9. April 1499 
bittet er die Bündner, ihnen eine Gussform nach Balzers zukommen zu lassen, „so will man 
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yssen (eiserne) kugeln versuochen zu giessen. “ 
In Minsts Theaterstück ertönt auf einmal ein lauter Knall und der Türmer ruft: „Mein Gott, 
si ischt hi! Die gross Kanona ischt hi! Wo der Schoss abganga ischt, ischt d'Kanona i hun- 
dert Stock g 'floga. Und an Roch ischt do durma! “*° 
Auch hier findet man wieder bei Peter Kaiser eine Schilderung dieses Ereignisses: ,, Die 
Büchsen wurden bei Klein-Mels aufgestellt; als man aber mit der grossen Büchse etliche 
Schiisse gethan hatte, zerbrach sie in viele Stücke. Da konnte man die Veste nur mit den 
Schlangenbüchsen beschiessen, welche den Mauern keinen Schaden thaten. '' 
  
1** Vgl. Boxler & Frommelt, 2102, S. 100 
15 [ jechtensteinisches Urkundenbuch — digital, Teil II. Stadtarchiv Chur, RA. 1499.050. 
136 Minst, 1925, S. 39 
77 Brunhart, 1989, S. 321 
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