7.1.3 Mögliche „Schwachstellen“ 
Aus einer selbstkritischen Position heraus lassen sich durchaus Schwachstellen im Design 
ausmachen. Dazu gehört vor allem die trotz Verdichtungen grosse Anzahl der Fragestellun- 
gen. Diese generierten einen sehr umfangreichen Datensatz, dem die Ressourcen für diese 
Arbeit nicht immer gewachsen waren. Insbesondere ist eine seriöse Auswertung der offenen 
Fragen noch geschuldet'®®. Zwar wurden alle Bereiche (vergl. z.B. Kapitel 8.4.) kumulativ 
und komparativ ausgewertet, doch muss die vertiefte Analyse vieler Einzelaspekte (aufgrund 
der umfangreichen Daten) weiteren allfälligen Untersuchungen vorbehalten bleiben. 
Somit beschränkt sich hier die ausführlichere Analyse nur auf jene Bereiche, die im Zuge der 
theoretischen und historischen Aufarbeitung der liechtensteinischen Schulentwicklung be- 
sonderen Stellenwert vermuten liessen. Dies betrifft natürlich sämtliche Aspekte des Be- 
reichs Schulentwicklung, aber auch Aspekte aus dem Bereich Führungs- und Feedbackkul- 
tur, insbesondere Aspekte der Steuerung und der Partizipation. 
Ein zu spät entdeckter Lapsus bestand in der Nichtaufnahme der Berufsmittelschule (BMS) 
in den Fragebogen, obwohl alle 20 dortigen Lehrkräfte per Mail zur Umfrage eingeladen 
wurden. In Absprache mit dem Schulleiter konnte eine Lösung gefunden werden: Die Lehr- 
kräfte der BMS mochten die Frage nach dem Schultyp einfach auslassen; worauf sich etwa 
die Hälfte der BMS-Lehrkräfte an der Befragung beteiligte. 
Im Hinblick auf die angepeilte Quer- bzw. Längsschnittvergleichbarkeit mit den beiden ande- 
ren Erhebungen (LCH 2014, GLLV 2002) - stellen sich folgende Einschränkungen dar: Der 
GLLV-Fragebogen aus 2002 ist 4-fach-skaliert, der des LCH aus 2014 ist 6-fach-skaliert. Die 
Abwägung fiel zugunsten des Aspektes der Aktualität aus und einer — im Hinblick auf zukünf- 
tige ähnliche Befragungen - später besseren Längsschnittvergleichbarkeit. Daher wurde 
auch die aktuelle 6-fach-Skalierung übernommen. Für den Längsschnittvergleich — ausser 
für die Frage nach der Berufswiederwahl — musste dafür aber eine wenig befriedigende ma- 
thematische ,Notlósung" in Kauf genommen werden (vergl. Kapitel 8.8.1.). 
Eine weitere Unschárfe mag auch im Hinblick auf den Quervergleich bestehen: Die Skalen- 
verbalisierungen werden móglicherweise unterschiedlich interpretiert: In der LCH-Befragung 
(Landert 2014) heisst es: ,Wie schátzen Sie Ihre heutige Berufszufriedenheit ein? Bitte stu- 
fen Sie jeden der folgenden Aspekte auf der 6er-Skala ein"; benannt werden dabei nur Kate- 
gorie 1 („sehr unzufrieden") und Kategorie 6 (,sehr zufrieden"). Im gegenstàndlichen Frage- 
bogen heisst es dagegen nur: ,Benote Deine aktuelle Berufszufriedenheit" Damit sollte sich 
der Verbalisierungsanspruch (Porst 2009, S.78) mit der numerischen Darstellung zwar de- 
cken und die Práambel móglichst unkompliziert gehalten werden; es kónnte aber sein, dass 
  
18? Die Antworten zu F65, F66 und F68 finden sich unter dieser jeweiligen Bezeichnung im elektroni- 
schen Anhang. Die spezifische Auswertung kann so einem externen Versuch überlassen werden. 
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