Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/77/
Liechtensteins integrationspolitischer Weg in den EWR Nikolaus von Liechtenstein Es freut mich, zur Festschrift zu Ehren von Fürstlichen Rat Hans Brun- hart beizutragen. Hans Brunhart hat zuerst in der Regierung unter Regierungschef Dr. Walter Kieber als Regierungschef-Stellvertreter und dann von 1978 bis 1993 als Regierungschef und Aussenminister mass- geblich zur europapolitischen Positionierung Liechtensteins beigetra- gen. Gerne erinnere ich mich an die gute Zusammenarbeit in diesen aus- senpolitisch aufregenden Zeiten zurück. Als Regierungschef war sein umfangreichstes Integrationsdossier die Vorbereitung der Teilnahme unseres Landes am Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR). Darauf sei auch im Gesamtzusammenhang der Europapolitik Liechtensteins im Folgenden besonders eingegangen. Es sei vorbemerkt, dass die folgenden Ausführungen primär die persönlichen Eindrücke des Autors in seiner Zeit als Chefunterhändler integrationspolitischer Dossiers wiedergeben sollen. Auf einen wissen- schaftlichen Apparat des Artikels wird daher verzichtet. Vor allem, wenn die Archive der letzten vierzig Jahre diesbezüglich mehr zugänglich sein werden, sind dann historisch fundierte Gesamtschauen zu erwarten. Allerdings, ähnlich wie in vielen Kriminalfällen, bleibt ein Teil des aus- senpolitischen Geschäfts der Öffentlichkeit für immer verborgen: Auch in Zeiten des Internets beruht die Diplomatie häufig auf einem rein mündlichen 
Austausch. Erste europapolitische Schritte Liechtensteins In den ersten Dezennien nach 1945, als sich Liechtenstein primär dem wirtschaftlichen Aufbau widmete, galten die aussenpolitischen Prioritä- ten dem Zollvertragspartner Schweiz sowie der internationalen Absiche- rung der Souveränität des Landes, wie eine Reihe von bilateralen Ver- 77
        

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