Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/355/
Der Beitrag der Banken zu Konjunktur und Wachstum in Liechtenstein Kersten Kellermann und Carsten-Henning Schlag Ein Artikel für eine Jubiläumsfestschrift wird gewöhnlich mit einem gelehrten Zitat eingeleitet. Dieses sollte dem Jubilar kräftig schmeicheln und gleichzeitig – mehr oder minder subtil – die Kultiviertheit der eige- nen Person hervorstreichen. Eine Win-Win-Situation sozusagen, bei der unter Umständen sogar der Leser unterhalten ist; warum also nicht. Bei unserer entsprechenden Internetrecherche – und schon ist die Instant- bildung der Autoren geoutet – stiessen wir auf folgendes Bonmot von André Malraux: «In der Politik ...» so der kulturschaffende und politik- treibende Franzose «... ist es manchmal so, wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schliesslich als Regel anerkannt.» Das Zitat gefiel uns, weil es in zweifacher Hinsicht einen Kontrapunkt setzt, zu dem was Hans Brunhart aus unserer Perspektive ausmacht. Zum einen beherrscht er als studierter und belesener Germanist die deutsche Grammatik mit Bravour und zum anderen kann er als Politiker nur wenige Fehler und diese nicht zur Regel gemacht haben. Zumindest drängt sich dieser Eindruck dem Makroökonom auf, der die Gelegenheit hatte, sich mit der ökonomischen Entwicklung der Kleinstvolkswirt- schaft Liechtenstein auseinanderzusetzen und der seine Überzeugungen gerne an Statistiken prüft. In 2012 wurde an der Konjunkturforschungsstelle Liechtenstein (KOFL) eine Untersuchung durchgeführt, die das langfristige Potenzi- alwachstum, also die trendmässige Entwicklung des Liechtensteiner Bruttoinlandprodukts (BIP), zum Gegenstand hatte (vgl. Brunhart et al., 2012).1Die Untersuchung umfasst den Zeitraum 1954 bis 2010 und 355 
1Das Produktionspotenzial entspricht dem konjunkturbereinigten Bruttoinlandpro- dukt. Es ist nicht direkt beobachtbar und wird mit statistischen Verfahren ermittelt. Das Potenzialwachstum misst die langfristige, trendmässige Dynamik einer Volks- wirtschaft, die weniger volatil ist als das Wachstum des Bruttoinlandprodukts.
        

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