Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/335/
Monarchie als Staatsform Für mich, als überzeugten Liberalen, ist eine konstitutionelle Erbmo- narchie sicherlich nur schwer als Staatsform vorstellbar. Mit der Zeit musste ich jedoch zugeben, dass das Fürstentum Liechtenstein gute Erfahrungen mit dieser Staatsform gemacht hat. Ich bin niemand, der mit erhobenem Zeigefinger in der Welt herumreist und die Menschen dafür kritisiert, wie sie regiert werden. Das müssen die Menschen eigen- ständig vor Ort entscheiden. Dass sie das in Liechtenstein können, steht ausser Frage. Die Erbmonarchie hat gerade in der Vergangenheit gezeigt, dass die verantwortlichen Personen mit ihrer Entscheidungsgewalt sehr besonnen und umsichtig umgegangen sind. Ohne die Erbmonarchen wäre der Weg Liechtensteins sicherlich anders 
verlaufen. Liechtenstein und Zuwanderung Wohl kaum ein Land auf der Welt hat, bezogen auf seine Bevölkerung, eine so hohe Zuwanderung erlebt wie Liechtenstein. Über ein Drittel der Bewohner des Landes besitzt nicht die dortige Staatsbürgerschaft. Hinzu kommen täglich eine fünfstellige Zahl an Pendlern sowie unzäh- lige Tagestouristen. Ausser dem Vatikan und vielleicht Monaco hat kein Land – bezogen auf die Bevölkerung – einen vergleichbar hohen täg - lichen Zustrom an Menschen. Dass Liechtenstein damit so entspannt umgeht, zeigt, dass die Einwohner einen hohen Grad an Offenheit, Toleranz und Verständnis aufbringen. Ein verschlossenes, integrations- feindliches Land würde so etwas weder zulassen, geschweige denn tole- rieren können. Ein nicht unbedeutender Anteil der Zugewanderten sind Deutsche. Ebenso besitzt eine Vielzahl der täglichen Pendler aus Österreich oder der Schweiz die deutsche Staatsbürgerschaft. Deutsche hinterlassen also tagtäglich bei der Arbeit, im Studium oder als Urlauber einen bleibenden Eindruck im Land. So ist es für die Liechtensteiner einfacher, sich ein Bild vom grossen «Nachbarn» aus dem Norden zu machen als umgekehrt. Aber auch auf der anderen Seite gibt es sehr wertvolle Verbindun- gen. Liechtensteiner Unternehmen beschäftigen in Deutschland tau- sende von Arbeitnehmern und tragen mit ihrer Standortwahl erheblich zur Wertschöpfung und Steuerkraft bei. Es ist ein insgesamt fruchtbares 335 
Liechtenstein, von Deutschland aus gesehen
        

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