Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/318/
Händler brauchen in der Regel die Möglichkeit, dass man mit Kredit- karten und allenfalls auch mit anderen Zahlungsarten vorgehen kann. Hier kommt es immer weniger auf die Lage bzw. den Sitz einer Bank an. Viel wichtiger ist es, dass man gerade für kleine bis mittelgrosse Kunden flexible Lösungen anbieten kann. So ist festzustellen, dass vor allem im Bereich des Zahlungsverkehrs über Kreditkarten ein Markt für kleine und mittlere Banken als sogenannte Acquiring-Banken14vorhanden ist. Kleine und mittlere Banken, die keine Berührungsängste mit inter- nationalen Angelegenheiten haben, können auch zwischen verschiede- nen Märkten vermitteln. So ist es ein offenes Geheimnis, dass zwischen osteuropäischen oder südamerikanischen Märkten bei Transaktionen nach oder für Europa der Aufwand für die sogenannte Compliance sehr hoch ist. Grosse Banken sind zum Teil ob ihrer leichtfertigen Vorge- hensweise in der Vergangenheit extrem zurückhaltend geworden, in die- sem Bereich überhaupt noch tätig zu werden. An ihre Stelle können fle- xiblere kleine und mittlere Banken 
einspringen. Fonds Anlagefonds haben sich als Mittel der Vermögensverwaltung sehr stark etabliert. Die Idee ist einfach: wenn mehrere Anleger ihr Geld zusam- menlegen, können sie stärker diversifizieren und profitieren von tieferen Gebühren für den An- und Verkauf von Wertschriften und die Verwal- tung. Es gilt auch hier das alte Prinzip der Skaleneffekte (economy of scales). Daneben haben sich Anlagefonds aber auch als Anlagevehikel für Anleger bewährt, die in besondere Anlagen investieren wollen; hierzu und zu den verschiedenen Arten von Fonds später mehr. Liechtensteinische Anlagefonds verwalten ein Vermögen von rund 36 Milliarden Franken.15Liechtenstein steht dabei im Wettbewerb mit 318Mario 
Frick 14Bei Kreditkarten-Transaktionen gibt es den Kunden, der ein Gut kauft und es bezahlt. Eine «issuing bank» gibt ihm hierfür eine Kreditkarte. Die «acquiring bank» ist auf der Seite des Händlers und rechnet die Kartenzahlungen für den Händler ab. Das ganze System ist noch deutlich komplexer, da ja auch die Kredit- karteninstitute – wie VISA oder Mastercard – involviert sind. Für ein erstes Ver- ständnis möge diese Erläuterung aber ausreichen. 15Für das Jahr 2014. Gemäss der Statistik des liechtensteinischen Fondsverbandes: .
        

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