Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/179/
u. a. Innere Medizin und Allgemeinchirurgie. Der Spitalbetrieb generiert ein jährliches Volumen von ca. 31 Mio. Franken. Die medizinischen Leistungen werden entsprechend dem «hybriden» Betriebsmodell teils von unter Leitung eines Chefarztes stehenden angestellten Spitalärzten, teils von freiberuflich tätigen Belegärzten erbracht. Neuerdings kommen auch Spezialisten des Kantonsspitals Graubünden am Landespital zum Einsatz (auf dieses mehrstufige Modell der Leistungserbringung wird noch ausführlich eingegangen). Vor einigen Jahren war das Landesspital Gegenstand heftiger poli- tischer Kontroversen, die ihren Höhepunkt in der Volksabstimmung vom 30. Oktober 2011 über einen 80-Millionen-Neubaukredit10fanden. Der Kredit war bereits im Parlament heftig umstritten und wurde vom Volk deutlich abgelehnt.11 In der Folge liess die Regierung über eine repräsentative Umfrage die Meinung der Bevölkerung für die Gründe der Ablehnung erforschen – mit bemerkenswertem Ergebnis. Es zeigte sich, dass die Bevölkerung fast vollständig (mit 86 Prozent) hinter einem eigenständigen Landesspi- tal steht, wobei vor allem der Wert der damit verbundenen Arbeitsplätze und die wirtschaftlichen Vorteile gesehen werden. Unübersehbar ist der Wunsch nach einer besseren Kooperation mit anderen Spitälern der Re- gion und einer optimalen Koordination der Leistungen mit anderen Anbietern. Das Fehlen eines nachvollziehbaren Konzeptes der Zusam- menarbeit in der Region kann als ein wesentlicher Grund – wenn auch nicht als einziger – für das negative Ergebnis der Spitalabstimmung ge- wertet werden.12 Die Ablehnung der Spitalvorlage durch das Volk bildet eine Zäsur in der Geschichte des Landesspitals. Es kam zu einer vollständigen Neu- besetzung des Stiftungsrates auf 1. Januar 2012 und auch zu einem in- haltlichen Neubeginn. Eine von der Regierung eingesetzte Arbeits- gruppe, in der das Landesspital mit Vertretern von Stiftungsrat und Spi- 179 
Regionale Spitalkooperation als strategischer Erfolgsfaktor 10Vgl. Bericht und Antrag der Regierung betreffend die Genehmigung eines Ver- pflichtungskredites Nr. 554/2011 (abrufbar über ). 11Mit 58,1% bei einer Stimmbeteiligung von 70,8% (vgl. dazu die Meinungsumfrage in Anm. 13). 12Wilfried Marxer, Repräsentative Meinungsumfrage «Zukunft Landesspital», De- zember 2011, S. 46 (abrufbar über ).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.