Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/157/
Titel «Fragen an Liechtenstein» in der Reihe «Liechtenstein Politische Schriften» enthielt die ungekürzte Fassung der Vorträge, die im Rahmen des Jahresprogramms der Gesellschaft im Jahr 1971 gehalten worden waren. Mitglieder der LAG äussern sich in dieser Reihenfolge zu Fragen der Kultur-, Wirtschafts- und Aussenpolitik und formulieren Leitlinien und Ideen: Gerard Batliner, Herbert Wille, Georg Malin, Rony Kranz, Rupert Quaderer, Peter Geiger, Alois Ospelt, Hans Brunhart, Robert Allgäuer. Im Jahr 1985 lagen bereits zehn Publikationen zu liechtenstei- nischen Themen vor und der Zielsetzung der Gesellschaft und des Ver- lags, das «Staatsbewusstsein zu aktivieren», wurde in eindrücklicher und nachhaltiger Weise Ausdruck gegeben. Bis heute sind in der Reihe der Schriften 55 Bände zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Politik, Recht, Wirtschaft und Raumordnung erschienen. Aufgrund der starken Stellung des Fürsten gemäss Artikel 8 der Landesverfassung hat die «tatkräftige Führung» der Fürsten Tradition. In seinen Thronreden hat sich Fürst Franz Josef II. regelmässig zu den Beziehungen mit auswärtigen Staaten geäussert, insbesondere auch in dankbarer Würdigung der freundnachbarschaftlichen Beziehungen mit der Schweiz und Österreich. Nach dem Beitritt zum Europarat führte Franz Josef II. in seiner Thronrede vom 28. März 1979 aus: «Seien wir uns klar, dass das Staatsbewusstsein die Nahrung ist für die Existenz unseres Staates. Dieses Bewusstsein muss herangebildet und gepflegt werden, und sein Bestehen ergibt sich, indem man ihm nachlebt. Ein Zeichen dafür ist unser Beitritt zum Europarat. Unser Land hat so die Möglichkeit, mitzuarbeiten und das Werden eines Europa mitzuerleben, das nicht nur ein leerer Name bleibt.»19In der Thronrede vom 31. März 1982 weist der Fürst auf die Notwendigkeit vermehrter aussenpoliti- scher Präsenz hin: «So zufriedenstellend bis jetzt die Lage und Entwicklung bei uns war, müssen wir doch, soweit es unsere Möglichkeiten erlauben, Vorsorge treffen, dass wir innerhalb unserer eigenen Grenzen die künftigen Entwicklungen selber bestimmen. Dabei ist ein Zusam- menspiel mit uns gleichgesinnten Staaten notwendig. Diese so ver- standene Rolle und Aufgabe Liechtensteins erfordert eine unseren 157 
Meilensteine in der liechtensteinischen Aussenpolitik 19Die Thronreden, S. D. Fürst Franz Josef II. von und zu Liechtenstein, Vaduz 1986, S.147–148.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.