Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/156/
Ursachen für den aussenpolitischen Aufbruch in den 70er-Jahren An dieser Stelle interessieren die weiteren Ursachen, die gerade in diesen Jahren zu den intensiven Bemühungen um vermehrte aussenpolitische Präsenz geführt haben mögen. Erwähnenswert in diesem Zusammen- hang ist die Publikation von Pierre Raton, «Liechtenstein. Staat und Geschichte», im Jahr 1969 auf Deutsch, im Jahr 1970 auf Englisch erschienen (1949 auf Französisch als Doktorarbeit, 1967 erweitert um die Jahre 1949 bis 1967). Erstmals lag eine umfassende und fundierte Darstellung von den Anfängen des Fürstentums bis in das Jahr 1967 vor und damit eine grundlegende und wissenschaftlich bearbeitete Studie. Diese war «jedermann zugänglich» – wie im Vorwort zur französischen Ausgabe 1949 festgehalten wird – «sowohl dem Spezialisten, als auch der Öffentlichkeit, welche die interessante Geschichte eines kleinen Volkes, voll köstlicher Eigenart, das sich seiner staatsbürgerlichen Verantwor- tung durchaus bewusst ist, kennenlernen möchten.»18Es ist anzuneh- men, dass die Rezeption, allerdings wohl erst im Jahr 1969, ihre Wirkung in allen interessierten Kreisen in Liechtenstein nicht verfehlt hat. Gewid- met ist das Werk Fürst Franz Josef II., das Vorwort zur deutschen Aus- gabe hatte Regierungschef Dr. Gerard Batliner verfasst, die Überarbei- tung ins Deutsche hatten Dr. Walter Kieber, Otto Seger und Dr. Josef Wolf und die Übersetzung der Liechtenstein-Verlag besorgt. Somit war die Streuung in die politische, akademische und diplomatische Welt von Anfang an gesichert. Im Januar 1951 war die Liechtensteinische Akademische Gesell- schaft (LAG) von einer Gruppe junger und initiativer Akademiker und Studenten gegründet worden: Dr. Gerard Batliner, Dr. Georg Malin, Felix Marxer und Rudolf Wenaweser. Die LAG organisierte zahlreiche Vortrags- und Diskussionsabende. Im Jahr 1972 wurde der Verlag der Liechtensteinischen Akademischen Gesellschaft mit dem Ziel gegründet, geisteswissenschaftliche und kulturelle Beiträge auf hohem Niveau zu publizieren und dadurch zum Diskurs über aktuelle, für Liechtenstein relevante Fragen beizutragen. Die erste Publikation des Verlags mit dem 156Andrea 
Willi 18Georges Scelle, Vorwort zur französischen Ausgabe, S. 9 in: Pierre Raton, Liech- tenstein. Staat und Geschichte, Vaduz, 1969.
        

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