Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/147/
Meilensteine in der liechtensteinischen Aussenpolitik Andrea Willi «C’est la volonté qui crée le pouvoir, c’est la volonté qui nous permet de pouvoir.» (Franz Blankart) Zahlreiche einschneidende Ereignisse und entscheidende Weichenstel- lungen kennzeichnen den bald dreihundertjährigen aussenpolitischen Weg des Fürstentums Liechtenstein. Er beginnt ab dem Zeitpunkt der Erhebung der Herrschaft Schellenberg und der Grafschaft Vaduz zum Reichsfürstentum Liechtenstein im Jahr 1719, womit die Mitgliedschaft im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation errungen wurde, und dauert fort bis zum heutigen Tag. Um das Thema einzugrenzen, werde ich mich bei meinen Ausführungen auf drei Schwerpunkte konzentrie- ren. Im Mittelpunkt der Betrachtung soll das 20. Jahrhundert im Hin- blick auf europäische und internationale Entwicklungen, insbesondere die zweite Hälfte, stehen. Dabei sollen innen- und aussenpolitische Um- stände gespiegelt und personelle Konstellationen berücksichtigt werden. Diese Auswahl und Einschränkung ist begründet: im letzten Jahrhundert erfolgten historische Weichenstellungen in regelmässigen Abständen, so- wohl im liechtensteinischen, im europäischen wie auch im globalen Um- feld und schliesslich hing der Erfolg nicht zuletzt vom diplomatischen und politischen Geschick der beteiligten Persönlichkeiten ab.1147 1Als Konstanten in der liechtensteinischen Aussenpolitik sind selbstverständlich die bilateralen Beziehungen mit der Schweiz und Österreich und, seit dem Jahr 2000 in- stitutionell verstärkt, diejenigen mit Deutschland und den USA zu betrachten. Sie sind ein tragendes Fundament vieler Handlungsspielräume auf europäischer und in- ternationaler Ebene, werden aber im Rahmen dieses Artikels nicht behandelt. Eben-
        

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