Herausgeber:
Liechtenstein Politische Schriften
Bandzählung:
56
Erscheinungsjahr:
2015
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000376391/117/
sämtliche Entwicklungs- und Schwellenländer vereint. Bei den Indus- triestaaten erfüllt die EU eine vergleichbare Funktion für deren kleinere Mitglieder, aber auch die nordischen Staaten haben sich zwecks erfolg- reicher Interessenwahrung zusammengeschlossen.10Infolgedessen hat die in der UNO ohnehin schon verbreitete Blockbildung weiter zuge- nommen. Staaten wie Liechtenstein oder die Schweiz, welche keiner politischen Allianz angehören, versuchen oftmals 
ad hocKoalitionen zu schmieden, um spezifische Interessen oder Themen zu fördern. Ande- rerseits können sie gerade dank ihrer Unabhängigkeit als ehrliche Mak- ler oder Brückenbauer 
auftreten. Welchen Nutzen ziehen Kleinstaaten aus den Vereinten Nationen? Wie schon weiter oben angedeutet, besteht zwischen Kleinstaaten und den Vereinten Nationen ein durchaus symbiotisches Verhältnis. Klein- staaten profitieren vom multilateralen System überproportional. Gleich- zeitig zeichnen sie sich oft als Impulsgeber und Ideenproduzenten aus, welche die UNO oder die internationale Zusammenarbeit im Allgemei- nen weiterbringen. Welches sind die wichtigsten Vorteile, die Kleinstaa- ten aus der UNO ziehen? Souveränität Erstens bildet gerade für Kleinstaaten die Zugehörigkeit zur UNO ein Beweis für ihre Staatlichkeit und damit eine verbriefte Existenzgarantie. Hat die UNO einmal die Staatenqualität eines Territoriums anerkannt – und das beste Mittel dazu ist die Aufnahme als Vollmitglied – so steht dieses Staatsgebilde punkto Respektierung seiner Souveränität und terri- torialen Integrität besser da als ausserhalb der Vereinten Nationen. Die Reaktion der UNO auf die Invasion Kuwaits durch Irak im Jahre 1991 117 
Bedeutung und Wert der Kleinstaaten in internationalen Organisationen 10Maria Nilaus Tarp and Jens Ole Bach Hansen, Size and Influence, How Small States Influence Policy Making in Multilateral Arenas, Danish Institute of International Studies Working Paper 2013:11, Copenhagen, 2013, S. 19.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.