Zivilprozess ab (1.). So kam im Gefüge der zivilprozessualen Zwecke (2.) gleich nach dem Endzweck eines überhaupt effektiven Rechtsschutzes [a)] der Prozessökonomie im Kreis der besonderen Zwecke [b)] in der österreichischen Zivilprozessordnung von 1895 eine massgebliche und prägende Bedeutung 
zu. I.Historischer Hintergrund 1. Der Weg zur österreichischen Zivilprozessordnung von 1895 Der Weg zur österreichischen Zivilprozessordnung von 1895 hatte mit Erlass ihrer Vorgängerin, der österreichischen Allgemeinen Gerichtsord- nung von 1781, begonnen. Die Allgemeine Gerichtsordnung von 1781 war sozusagen vom Tage ihres Inkrafttretens an teils erfolgreichen, teils erfolglosen Reformbestrebungen unterworfen gewesen [a)], die vielfach von prozessökonomischen Missständen hergerührt hatten. Im Laufe des 19. Jahrhunderts hatten sich die fortschrittlichen Ziele und Grundsätze eines angestrebten neuen österreichischen Zivilverfahrens, daraus her- vorstechend die Prozessökonomie, zunehmend verdichtet und von den- jenigen der Allgemeinen Gerichtsordnung abgesetzt [b)]. a)Allgemeine Gerichtsordnung von 1781 und Reform - bestrebungen seit jeher In der Geschichte des österreichischen Zivilverfahrensrechts2 haben die Zivilverfahrens- bzw. Justizreform und damit die Zivilprozessordnung von 1895 eine mittelbare und unmittelbare Entstehungsgeschichte, die über einhundert Jahre zurückreicht undihr Werden erklärt. Die formel- len Vorgängerinnen der österreichischen Zivilprozessordnung von 1895 waren folgende zwei Gerichtsordnungen: die Allgemeine Gerichtsord- nung (Ö-AGO) und die Westgalizische Gerichtsordnung.3 Am 1. Mai 1782 war die 
Allgemeine Gerichtsordnung («Allgemeine Gerichtsord- nung für Böheim, Mähren, Schlesien, Oesterreich ob und unter der 78§ 
3 Zivilprozess Kleins 2Einen Überblick über dessen Geschichte aus der Feder Kleins bis zur und mit der Entstehung des neuen Zivilverfahrens von 1895 gibt Klein, Zivilprozeß, S.26–49. 3Zu den Gerichtsordnungen siehe Leonhard, S.125–128.
        

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