Als Summe aus zahlreichen Einzeluntersuchungen34 hervorgegan- gen, veröffentlichte Elisabeth 
Berger im Jahr 2008 und 2011 in zweiter Auflage ein Werk zur «Rezeption im liechtensteinischen Privatrecht unter besonderer Berücksichtigung des ABGB», das auf diesem Gebiet das einschlägige Standardwerk darstellt. Nebst dem materiellen Recht würdigt Berger auch die Rezeption des Zivilprozessrechts und deren Bezug zur liechtensteinischen Gerichtsorganisation, so dass sich hierzu etliche aufschlussreiche Hinweise und Quellenangaben finden.35 Mit seinem umfangreichen Aufsatz zur «Geschichte des Laienrich- tertums in Liechtenstein» von 2010 ist Alois 
Ospelt eine breite und ein- gehende Untersuchung der Geschichte des liechtensteinischen Zivilpro- zessrechts gelungen. Darin hat er auch die Justizreform von 1906 bis 1915 sowie deren Vorläufer im 19. Jahrhundert aufgearbeitet und beleuchtet die Entstehung der Zivilprozessordnung von 1912.36 Insge- samt handelt es sich bei dieser Darstellung 
und37 Untersuchung auf- grund der Quellennähe und Breite um die fundierteste zur Geschichte des liechtensteinischen Zivilprozessrechts, auch wenn sie aus der Per- spektive des Laienrichtertums erstellt wurde. Zahlreiche weitere Ent- wicklungen bis zur Verfassungsrevision 2003 und ein ausführliches Lite- ratur- und Quellenverzeichnis zur Geschichte des liechtensteinischen Zivilprozessrechts auf aktuellem Stand runden den Beitrag ab. 2.Spezifisch zur Prozessökonomie? Spezifische Untersuchungen zur Prozessökonomie der liechtensteini- schen Zivilprozessordnung fehlen nahezu gänzlich, von wenigen Aus- nahmen abgesehen.65 
II. Liechtensteinische Zivilprozessordnung 34Siehe vor allem, jeweils passim, Berger, Transfer; Berger, Faktum; Berger, Arbeiten; Berger, ABGB; Berger, Einfluss; Berger, Souveränität. 35Siehe Berger, Rezeption, S.22–35 und S.217–221; eine Darstellung der liechtenstei- nischen Justizreform zwischen 1906 und 1915 findet sich auf S.32–34. 36Siehe Ospelt, Laienrichtertum, vor allem S.66–72. 37Die blossen – unschätzbar kostbaren – Darstellungen von Schädler, 1862–1873, 1873–1889, 1890–1900, 1901–1911, jeweils passim, werden vorliegend als Quellen gewertet und nicht zur Forschung gezählt. Ihre Abfassung lag zeitlich nahe an den Geschehnissen und ihr Verfasser, Albert Schädler, hatte zum Teil persönlich als Poli- tiker und Abgeordneter Anteil an den dokumentierten Ereignissen.
        

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