«Es ist die Aufgabe 
aller im Prozess berufsmässig Tätigen, das Instrumentarium, das uns die Prozessordnung zur Verfügung stellt, verantwortungsbewusst und konsequent zu nützen und damit auch für eine straffe Prozessführung Sorge zu tragen. 
Dem Gesetzgeber obliegt es, das Zivilprozessgesetz an die geänderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten sowie an die zum Teil gewandelten Aufgabenstellungen anzupassen. Dazu gehören neben 
organisatorischen, personellen und administrativen Massnahmen auch 
verfahrensrechtliche Reformen dort, wo prakti- sche Erfahrungen diese erfordern. Die Reform der Z[ivilprozess- ordnung] ist deshalb wie die Justizreform überhaupt eine 
perma- nente Aufgabe.»66 Zunächst müssen die forensischen Akteure im Zivilprozess, das heisst Gerichte, Parteien, Rechtsanwälte und allfällige weitere Beteiligte, darum bestrebt sein, die Prozessökonomie in der Praxis bestmöglich und so zu verwirklichen, wie es der Gesetzgeber in der Zivilprozessordnung vorgesehen hat. Nur falls trotz dieser Bestrebungen prozessökonomi- sche Missstände verbleiben, namentlich weil Zeit und Umstände sich grundlegend verändert haben und die Gestalt des Zivilprozesses deswe- gen nicht mehr zeitgemäss ist, soll der Gesetzgeber tätig werden und gegen die prozessökonomischen Missstände vorgehen. Die Zivilprozess- ordnung selbst bietet hierzu nur ein und zudem noch ein seit langem bereits beackertes und weitgehend abgeerntetes Feld für prozessökono- mische Verbesserungen. Aussichtsreicher, weil noch unerprobte und vielfältigere Möglichkeiten gegenüber der Zivilprozessordnung bietend, zeigt sich für den Gesetzgeber hingegen die Gerichtsorganisation. Ins- künftig wird auf diesem Feld, sowohl für gesetzgeberische Eingriffe als auch für anderweitige faktische Massnahmen, das überwiegende Poten- zial für prozessökonomische Fortschritte und Verbesserungen liegen. 514§ 
12 Folgefrage: Rückkehr? 66Delle-Karth, S.52f., Hervorhebungen E. S.
        

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