füge des Zivilprozesses und unter all den viel massgeblicheren prozess- ökonomischen Mechanismen keinen signifikanten prozessökonomi- schen Unterschied oder Mangel bewirken. Im Endergebnis steht folglich fest: Es ist prozessökonomisch emp- fehlenswert, die Rekursfrist mit einer kurzen Dauer von zwei Wochen beizubehalten; sollten allerdings andere triftige Gründe wie die Verein- fachung oder überwiegende Interessen dem entgegenstehen, kann sie prozessökonomisch bedenkenlos auf vier Wochen ausgeweitet werden, um jene anderen höherrangigen Ziele zu erreichen. Das methodische Ergebnis anhand des Beispiels der Vereinheitli- chung bzw. Verlängerung der Rechtsmittelfristen ist umso wichtiger, weil es mutatis mutandis auf jeden anderen prozessökonomischen Zwei- fel in der liechtensteinischen Zivilprozessordnung übertragen werden kann: Nicht nur die aktuelle Rechtsvergleichung, sondern auch der rechtshistorische Blick zurück kann klärend sein und bei einer Entschei- dung im Hinblick auf die aktuelle Prozessökonomie im Chaos von Für und Wider zu einer Lösung führen. Um auch in dieser Hinsicht noch- mals Franz Klein sprechen zu lassen: «Beim Denken kommen wir sehr oft am weitesten durch die Anre- gungen und Impulse, die fremde Gedanken uns geben. Sie fördern uns vielleicht nicht direct, aber durch die Antithese oder durch die Ausblicke, die sie auf Folgerungen eröffnen, über die man sonst achtlos hinweggesehen hätte. Sie sind vielleicht selbst nicht richtig, aber sie führen zum Richtigen.»65 Das gilt in besonderer Weise für die Prozessökonomie in der liechten- steinischen 
Zivilprozessordnung. IV.Ergebnis Abschliessend lässt sich die Prozessökonomie in der liechtensteinischen Zivilprozessordnung und die Frage nach einer Rückkehr zum ursprüng- lichen prozessökonomischen Konzept kaum besser würdigen, als Gert Delle-Karth es getan hat:513 
IV. Ergebnis 65Klein, Praxis, S.144.
        

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