infrage kommen und realisiert werden, die faktisch zugunsten der Pro- zessökonomie wirken, oder ob die Mittel als spezifische 
dogmatische Mechanismen der Prozessökonomie ausgestaltet und in die Zivilprozess- ordnung eingebaut werden. Ein Mechanismus kann eine einzelne Vor- schrift sein, aber auch im Zusammenwirken mehrerer Bestimmungen be- stehen. Der Terminus «Mechanismus», abgeleitet vom altgriechischen «μηχανή» (Vorrichtung, Werkzeug; Mittel, List, Art und Weise), soll da- bei zweierlei verdeutlichen: erstens, dass er vom Gesetzgeber zum (über- wiegenden) Zwecke der Prozessökonomie in die Verfahrensordnung ein- gefügt wurde; zweitens, dass der Mechanismus allein nur ein Werkzeug ist und nur dann wirken kann, wenn die zivilprozessualen Akteure ihn wie vorgesehen im realen Zivilprozess anwenden. Eine besondere Art von Mechanismen sind Rechtsbehelfe, welche die Parteien verwenden können, um sich entweder gegen drohende prozessökonomische Ver- stösse zu schützen oder um die Folgen von bereits eingetretenen Verlet- zungen der Prozessökonomie wiedergutzumachen.91 Zerlegt man einen Mechanismus in seine einzelnen Bestandteile, aus denen er sich zusammensetzt, gelangt man zu seinen 
Elementen. Das können Tatbestandselemente, Rechtsfolgen, Bedingungen, Vorausset- zungen, Formulierungen oder dergleichen mehr sein, die in ihrem Zusammenspiel den Mechanismus bilden. Es bieten sich vor allem zwei Arten an, die prozessökonomischen Mechanismen zu 
gliedern; je nachdem welcher Blickwinkel vorherrscht, ist die eine oder die andere Gliederung vorteilhafter. 
Entweder lassen sich die prozessökonomischen Mechanismen 
chronologisch nach dem Verfahrensablauf des Zivilprozesses aneinanderreihen, wobei aber eine exakte Einreihung einzelner Mechanismen nicht immer möglich ist. Vielfach beziehen sie sich auf eine Zeitspanne anstatt auf einen Zeit- punkt, so dass eine Einordnung nicht eindeutig ist. Die chronologische Gliederung empfiehlt sich vor allem, falls der Blick auf den gesamten Zivilprozess gerichtet und alle seine möglichen Phasen auf eine Prozess- ökonomie hin beleuchtet werden sollen. Namentlich um die Prozess- ökonomie an der Umbruchstelle zwischen vorprozessualer Phase und mündlicher Streitverhandlung oder derjenigen zwischen Erst- und 52§ 
1 Prozessökonomie heute 91Siehe zum Beispiel als Übersicht Steger, S.252–260 [Entschädigung] sowie S.261–288 und S.300–302 [Prävention], zusammenfassend S.303–305.
        

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