Wie sich gezeigt hat, bewirken die Vermittlerämter und ihre Tätig- keit im Vorfeld des liechtensteinischen Zivilprozesses hauptsächlich eine prozessökonomische Entlastung, wo es um Ehrbeleidigungen und geringe Streitwerte unter Inländern geht. Demgegenüber wirken sie pro- zessökonomisch gar kontraproduktiv, verzögernd, verteuernd und eröffnen der Schikane neue Möglichkeiten, wo es um hohe Streitwerte und gesellschaftsrechtliche Streitigkeiten geht. «Bei solchen Auseinan- dersetzungen manifestiert sich das Vermittlungsverfahren als ein zeit- und kostenaufwendiges ‹Vorgeplänkel›, aus dem immer wieder Streitig- keiten entstehen, die alle Gerichtsinstanzen durchlaufen.»32 Nicht zuletzt aufgrund etlicher, teilweise gesetzlich unklarer Bezüge und Schnittstellen zwischen dem Vermittlerämtergesetz und der liechtenstei- nischen Zivilprozessordnung treten solche prozessökonomischen Miss- stände ein oder bieten zumindest Raum für eine schikanöse33 Verwen- dung.34 480§ 
10 Abschluss Justizreform 1913 bis 1915 32Delle-Karth, S.42. 33Für ein Beispiel siehe Delle-Karth, S.42. 34Zum vorangehenden Absatz Schierscher, S.11; Delle-Karth, S.42 m. w. H.
        

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