1912Gutachten Hämmerle; Zweitberatung fürstliches Appellationsgericht; Zweite Siebnerkommission; Annahme der (unwesentlich geänderten) Walker’schen Ent- würfe im Landtag und fürstliche Sanktionierung 1913Inkrafttreten der liechtensteinischen Zivilprozessordnung und Jurisdiktionsnorm von 1912 1915Vermittlerämtergesetz 1921Landesverfassung 1922Gerichts-Organisationsgesetz 1924Nachtragsgesetz tensteinischen Justizreform, alsdann die eigentliche Justizreform mit ihren drei Phasen sowie daraufhin nach deren Abschluss eine Zeit der Weiterentwicklung. Im Detail: (1) Von 
1812 bis 1905 gingen der liechtensteinischen 
Justizreform Vorläufer voraus, die ihre Ziele und Ausrichtung bestimmten sowie etli- che ihrer Überlegungen bereits vorwegnahmen. Desgleichen zeigten sich innert dieser langen Zeitspanne die zivilprozessualen Missstände, gegen welche die Justizreform sich später richten sollte. Diese Zeitspanne gehörte formell zwar nicht zur späteren Justizreform, doch übte sie materiell (indirekt) so massgeblichen Einfluss darauf aus, dass die liech- tensteinische Justizreform Anfang des 20. Jahrhunderts ohne ihre Vor- läufer im 19. Jahrhundert nicht in Gänze verstanden werden kann. (2) Die 
eigentliche liechtensteinische Justizreform zwischen 1906 und 1915 gliederte sich in drei Phasen. (2a) Die 
erste Phase von1906 bis 1908 hob mit einer Novellierung der liechtensteinischen Allgemeinen Gerichtsordnung an. In diesem Zusammenhang kam der Entschluss zu einer weitergehenden sowie grundlegenden liechtensteinischen Justizre- form zustande und es wurden daraufhin die Ziele, Vorgaben und Aus- richtungen derselben von vornherein formell festgehalten. (2b) Während der 
zweiten Phase von 1909 bis1912 liess man die Entwürfe zu einem neuen liechtensteinischen Zivilverfahren ausarbeiten, diese wurden diversen Beratungen unterzogen und schliesslich vom Landtag im Jahre 1912 angenommen, so dass die liechtensteinische Zivilprozessordnung 46§ 
1 Prozessökonomie heute
        

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