richter in Vaduz amtier[t]»173 hatte,174 ein Gutachten in Auftrag gege- ben.175 Hämmerle erstattete dasselbe im Umfang von achtzehn Schreib- maschinenseiten,176 datiert vom 24. Mai 1912, und die Siebnerkommis- sion beurteilte es als ein «umfangreiche[s] und gründliche[s] Gutach- ten»177. Am 24. Juli 1912 setzte sich die Siebnerkommission mit den Anregungen Hämmerles auseinander und bewertete mehrere davon als gerechtfertigt und sinnvoll und griff sie für den Kommissionsbericht auf; auch Gustav Walker pflichtete mehreren Vorschlägen Hämmerles bei.178 2.Prozessökonomische Kritikpunkte Hämmerle schloss sein Gutachten mit den Worten: «Im Übrigen stimme auch ich dem Urteil der Allgemeinheit bei und halte den Entwurf [Gustav Walkers, E. S.] für eine ausgezeich- nete Arbeit, die mit vielem Geschick und mit wissenschaftlicher Gründlichkeit die Bedürfnisse eines modernen Prozesses mit den Verhältnissen im Fürstentum in Einklang bringt. Zu den schönen Ausführungen der erläuternden Bemerkungen [Gustav Walkers, E.S.] noch mehr zu sagen, hiesse Eulen nach Athen tragen.»179 Nichtsdestotrotz monierte Hämmerle aus prozessökonomischer Sicht zweierlei an den Entwürfen Walkers: den Instanzenzug [a)] und die erste Tagsatzung [b)]. a)Anderer Instanzenzug Hämmerles Gutachten bereicherte das Spektrum an Lösungen bezüglich des liechtensteinischen Instanzenzuges in Zivilsachen um eine weitere 396§ 
8 Ausarbeitung 1909 bis 1912 173LI LA RE 1912/114, Bericht Siebnerkommission, S.1. 174Vgl. LI LA RE 1912/114, Schreiben In der Maur, 19. Juni 1912, S.1. 175LI LA RE 1912/114, Bericht Siebnerkommission, S.1. 176Siehe Quellen- und Materialienverzeichnis I./3./a) unter LI LA RE 1912/114, Gut- achten Hämmerle, 24. Mai 1912. 177LI LA RE 1912/114, Bericht Siebnerkommission, S.1. 178LI LA RE 1912/114, Bericht Siebnerkommission, S.1; siehe LI LA RE 1912/114, Schreiben In der Maur, 26. Juli 1912, S.1. 179LI LA RE 1912/114, Gutachten Hämmerle, 24. Mai 1912, S.18.
        

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