Angabe aus jener Zeit und mangels anderer spezifisch prozessökonomi- scher Daten soll sie hier (ausschliesslich) zwecks Veranschaulichung und zwecks Vergleiches verwendet werden. Denn völlig willkürlich dürfte sie trotz allem nicht gewesen sein, zumal sie in keinem Votum bezweifelt oder ihre Überprüfung gefordert wurde. Abgesehen davon wurde sie in der Landtagsdebatte vorgebracht und dürfte dementsprechend auch in solch veranschaulichender Weise auf die Abgeordneten (angesichts der Summen, mit denen sie es sonst zu tun hatten) gewirkt haben. Zum 
Vergleich mit den (umgerechnet) 17500 bzw. 20000 Kronen seien aus dem Landtag, das heisst aus der Landesrechnung und dem Budget Liechtensteins, folgende Posten (mit dem Jahr der jeweiligen Beschliessung) genannt: Der Gemeinde Triesen wurde zwecks Armen- hausbaues ein Sparkassadarlehen auf fünfzehn Jahre zum Zins von 3 % über 12000 Kronen gewährt (1904);198 sämtliche Kosten des neuen liech- tensteinischen Regierungsgebäudes inklusive Erwerbs des Grundstü- ckes, Baus, Einrichtung und Umgebungsgestaltung beliefen sich schliesslich auf 377528 Kronen (1905);199 die Kosten einer grösseren Lawinenverbauung der Gemeinde Eschen trug das Land hälftig im Umfang von 1304 Kronen (1907)200. Weitere Vergleichsgrössen bieten einige Posten der damaligen liechtensteinischen Staatsausgaben. Beson- ders die Ausgaben für die politische und finanzielle Verwaltung, worun- ter die Verwaltungs- und Gerichtskosten (sowie diejenigen der Zollver- waltung) fielen.201 Sie waren ein bedeutender Ausgabeposten und die «Auslagen für die politische und gerichtliche Verwaltung (Besoldung und Kanzleikosten) stiegen im Verlauf des 19. Jahrhunderts langsam aber stetig an.»202 Die Verwaltungskosten im liechtensteinischen Staats- haushalt wurden nach der Jahrhundertwende folgendermassen regis- triert, jeweils in Kronen-Währung: 59418 (1901); 60140 (1902); 55088 (1903); 60638 (1904); 58621 (1905); 65905 (1906); 65132 (1907).203 Hier- 349 
III. Erste Siebnerkommission und Resolution 1907 198Schädler, 1901–1911, S.25. 199Schädler, 1901–1911, S.33. 200Schädler, 1901–1911, S.45. 201Ospelt, Anhang, S.234 [Anhang Nr. 76]. Die Kosten für die dritte Instanz des Inns- brucker Oberlandesgerichts zählten allerdings nicht dazu, sondern wurden nebst anderen als Bundeskosten abgerechnet; so Ospelt, Wirtschaftsgeschichte, S.353; vgl. Ospelt, Anhang, S.233 [Anhang Nr. 76]. 202Ospelt, Wirtschaftsgeschichte, S.355. 203Ospelt, Anhang, S.236f.[Anhang Nr. 76: b) Ausgaben, Spalte 7)].
        

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