tel vorzuziehen sind, die mit gleichbleibendem Aufwand mehr Ziele oder die vorgegebenen Ziele besser erreichen.54 (7) 
eine der möglichen Weisen55: Die prozessökonomische crux und Komplexität liegt darin, dass in das Verfahrenssystem ein prozessöko- nomisches Gefüge der Abwägung von Mitteln und Zwecken eingebettet werden muss. Dieses Gefüge muss einerseits kohärent und konsistent sein und eine funktionierende Kombination der verschiedenen Mittel darstellen, zum anderen sich in der Verwirklichung und Anwendung bewähren. Die Verwirklichung (Rechtsanwendung) erfolgt durch menschliche Akteure des Verfahrens, ist daher menschlichen Anfällig- keiten ausgesetzt und somit nur bedingt vorhersehbar. Die Verwirkli- chung zeigt letztlich, ob und wie sich das prozessökonomische Gefüge in praxi bewährt. Die Anwendung bietet im Laufe der Zeit rückkop- pelnd durch prozessökonomischen Erfolg und Misserfolg Erfahrungen, die in der Weiterentwicklung des Gefüges verwertet werden können, um das Verfahrenssystem künftig prozessökonomischer zu gestalten, was wiederum den Verbesserungen durch künftige Anwendung unterliegt usw. Hier liegt das Einfallstor für psychologische, statistische, herme- neutische, geschichtliche und dergleichen Erfahrungen für die Prozess- ökonomie.56 Auf tiefergehende oder weitere theoretische und metatheoretische Erörterungen zur Prozessökonomie sowie zu diesbezüglichen Abwei- chungen57 der beiden referierten Begriffsbestimmungen von Bürki und Pflughaupt kann vorliegend verzichtet werden. Die vorliegende Unter- suchung bedarf als Arbeitshypothese der Prozessökonomie lediglich eines groben thematischen Rahmens, der im Laufe der Untersuchung mit rechtsgeschichtlichen Inhalten angefüllt und verfeinert werden kann. Deshalb ist es sinnvoll, sich theoretisch möglichst unvoreingenommen den entsprechenden rechtsgeschichtlichen Inhalten zu nähern, obschon es sehr wohl eines theoretischen Unterbaus bedarf, wie er im Vorange- gangenen dargestellt wurde. Einige Folgerungen, Präzisierungen und die 32§ 
1 Prozessökonomie heute 54Zum vorangehenden Absatz vgl. Bürki, S.74–76 und S.79f. 55Pflughaupt, S.131 m. w. H. 56Siehe unten unter §  2/I./3. zu den verschiedenen Zugangsweisen zur Prozessöko- nomie. 57Namentlich die Frage, ob die Prozessökonomie über Verfahren und Gerichte hin- weg dieselbe (Pflughaupt, S.130) oder unterschiedlich (Bürki, S.80) ist.
        

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