a)Kürzere 
Klageerwiderung aa)Erwiderung: gesamthaft, aber kurz Bezüglich der Erwiderungen seitens des Beklagten auf die tatsächlichen Vorbringen in der Klage wurde bei der Änderung der liechtensteinischen Allgemeinen Gerichtsordnung folgende Normersetzung vorgenommen: Die Allgemeine Gerichtsordnung bzw. die liechtensteinische Allgemeine Gerichtsordnung hatte in ihrem ersten Kapitel, §§ 1–16, unter der Über- schrift «Von dem gerichtlichen Verfahren überhaupt» in § 5 festgelegt, wie der Beklagte auf die tatsächlichen Vorbringen in der Klage gegen ihn zuerst schriftlich und, gestützt hierauf, alsdann mündlich22 bei der Verhandlung zu reagieren hatte. Mit anderen Worten ging es in § 5 FL-AGO darum, wie sich der Beklagte gegenüber den Tatsachenvor- bringen des Klägers verhalten musste, das heisst, ob und wie er sie bestritt oder sie als zutreffend zugestand. Der Beklagte musste sich zu sämtlichen in der Klage enthaltenen Tatsachenbehauptungen äussern in ebender Reihenfolge, wie sie in der Klage enthalten waren. Eine generelle Bestreitung war ausgeschlossen und wirkungslos. Ferner verlangte die Bestimmung, dass der Beklagte all dies «ohne Zweideutigkeit» auszuführen habe, es also klar sein musste, ob er eine gegnerische Tatsachenbehauptung bestritt oder zugestand.293 
I. Änderung Allgemeine Gerichtsordnung 1906 22Vgl. LI LA RE 1906/0911, Zusatzbestimmungen, 11. Dezember 1906, S.3, Hervor- hebung E. S.: «Satzschriften und 
Prozessreden». 
§ 5 FL-AGO Der Beklagte hat in der Einrede alle von dem Kläger vorgebrachten Um- stände, und zwar jeden insbeson- dere in eben jener Ordnung, in wel- cher sie erzählt worden sind, ohne Zweideutigkeit zu beantworten, da- her soll die Beirückung einer allge- meinen Verneinungsklausel verbo- ten und ohne Wirkung sein.LGBl. 
1907 Nr. 1 1. Der Beklagte hat in der Einrede die von dem Kläger angeführten tat- sächlichen Behauptungen deutlich, aber mit 
Vermeidung alles Überflüs- sigen und in gedrängter Kürzezu beantworten.
        

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