den, so dass es ihm überlassen blieb, 
ob es tätig wurde. Sodann wurde gerichtliches Ermessen im Einzelfall eingeräumt, ein Spektrum an Mög- lichkeiten vorgegeben oder schlicht einfach alles Nötige vorzukehren dem Gericht zugestanden, womit ihm in Anpassung an den Einzelfall überlassen blieb, 
wie es vorging; dies geschah erstaunlicherweise mitun- ter sogar im Hinblick auf Festlegung der Dauer von Fristen. Um dabei den Bezug zu den prozessökonomischen Zwecken zu wahren, nannte die Zivilprozessordnung häufig ausdrücklich, dass Einsparung an Zeit, Kosten oder Aufwand bezweckt wurde, worauf das Gericht zweckmäs- sig, was auch immer es vorkehrte, Rücksicht zu nehmen hatte. Damit, wenn auch hauptsächlich, zumindest nicht ausschliesslich das Gericht die Prozessherrschaft über sämtliche prozessökonomischen Vor- kehrungen innehatte, behalf sich die Zivilprozessordnung häufig mit der Wendung «von Amtes wegen 
oder auf Antrag», womit parteiseitige Inter- vention im eigenen Interesse zwecks Prozessökonomie ermöglicht 
wurde. IV. Faktische und gerichtsorganisatorische Massnahmen zwecks Prozessökonomie Die Rechtswirklichkeit der Zivilprozesse wird nebst der Zivilprozess- ordnung ebenso oder vielleicht sogar noch stärker als von dieser von der forensischen Praxis, den tatsächlichen Umständen und den menschli- chen Akteuren beeinflusst und geprägt. Dem trug Franz Klein insofern Rechnung, als er zunächst die Ziele der Effizienz, Raschheit und Billig- keit des prozessökonomischen Zivilprozesses festlegte.560 Sodann setzte er, um in der eingangs oben561 eingeführten Terminologie zu sprechen, diese prozessökonomischen Ziele anhand prozessökonomischer 
Mecha- nismen um. Klein selbst sprach allegorisch vom Zivilprozess als von einer Maschinerie und so können unter den prozessökonomischen Mechanismen die Bestimmungen in der Zivilprozessordnung verstanden werden, die dogmatisch ein prozessökonomisches Verfahren statuieren, indem sie die prozessökonomischen Ziele der Effizienz, Raschheit und Billigkeit verfolgten und in der Verfahrensordnung einbanden.241 
IV. Massnahmen 560Siehe oben unter §  3/III./1. 561Siehe oben unter §  1/II./2./b)/dd).
        

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