diese Angaben protokollieren; nachdem die säumige Partei mittels Pro- tokollabschrift informiert und neuerdings geladen worden war, bewirkte ihre nochmalige Säumnis auch bei der erneuten Tagsatzung, dass die genannten protokollierten Tatsachenbehauptungen ihrer Gegenpartei im Urteil vollumfänglich berücksichtigt wurden (§ 442 Abs. 2 Ö-CPO). 3.Ergebnis Für das bezirksgerichtliche Verfahren, das in Einzelrichterbesetzung für geringere Streitwerte vorgesehen war, baute Klein in das ohnehin schon prozessökonomisch orientierte, zugrundeliegende Standardverfahren des Gerichtshofprozesses zahlreiche zusätzliche Mechanismen der Pro- zessökonomie ein: Möglichkeit eines vorgängigen Vergleichsversuchs; Verzicht auf Anwaltszwang sowie weitestgehend auf vorbereitende Schriftsätze und auf das vorbereitende Verfahren; straffe gerichtliche Prozessleitung mit Führung eines konzentrierten Zivilprozesses in mög- lichst einer einzigen Tagsatzung zur mündlichen Verhandlung, nötigen- falls noch am Tage der Klageanbringung; Minimalisierung jeglichen gerichtlichen Protokollierungsaufwandes sowie Verschärfung der Säum- nisfolgen. Damit konnte die österreichische Zivilprozessordnung von 1895 für kleinere oder auch mittlere Streitwerte – künftig gesetzgebe- risch anpassungsfähig anhand dieses Kriteriums – einen erstinstanzli- chen Zivilprozess zur Verfügung stellen, der durch Prozessökonomisie- rung aus einem ohnehin schon prozessökonomischen Verfahren hervor- gegangen war. Im Fürstentum Liechtenstein würde später infolge seiner einfachen Justizverhältnisse zwangsläufig dieser bezirksgerichtliche Zivilprozess als Standardverfahren rezipiert und der liechtensteinischen Zivilprozessordnung zugrundegelegt werden – und mithin ein doppelt prozessökonomischer Zivilprozess zum Muster 
genommen. III. Elemente prozessökonomischer Mechanismen Es hat sich oben gezeigt, dass in der österreichischen Zivilprozessord- nung von 1895 das Gerichtshofverfahren namentlich siebzehn prozess- ökonomische Mechanismen aufwies. Das bezirksgerichtliche Verfahren hatte diese grundsätzlich aufgenommen, indes enthielt es namentlich 229 
III. Prozessökonomische Elemente
        

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