mehr als sozialer, wohlfahrtsfördernder Zivilprozess verstanden und mit entsprechenden Garantien ausgestaltet,484 war nach Kleins Auffassung nicht ersetzbar durch (teil-)private Verfahren und das sollte künftig auch nicht nötig sein, weil neuerdings ja der ordentliche Zivilprozess allen praktischen Anforderungen in der Rechtswirklichkeit entsprach485. Des- halb bedurfte es, wie Klein vertrat, beispielsweise des Rückschritts auf eine «moderne Selbsthilfe»486 unter dem Euphemismus beispielsweise der Schiedsgerichtsbarkeit nicht mehr.487 Als prozessökonomische Selbstverständlichkeiten, die er zwar zu - grun delegte und von denen er ausging, welche er aber prozessökono- misch nicht gesondert hervorhob, erwies sich bei Klein die 
Sitzungspo - lizei488; ohne sie hätte keine Handhabe zur Aufrechterhaltung der Ord- nung in der Verhandlung in schwierigen Fällen bestanden, für den Normalfall war sie indessen prozessökonomisch nicht einschlägig. Ebenso überging Klein die 
Versäumnisfolgen als selbstverständliche pro- zessökonomische Basis; erst die besonderen Ausgestaltungen der Prä- klusion und ihr Wechselspiel mit der gerichtlichen Zurückweisung fokussierte er in den prozessökonomischen Erörterungen. Den 
verschie- denen Arten des Urteils stand er kritisch gegenüber, was ihre prozess- ökonomischen Wirkungen anging489; solche Wirkungen gestand er den unterschiedlichen Urteilsarten wie Teil- oder Zwischenurteilen an sich nicht zu, sondern nur ihrer umsichtigen Verwendung in den Händen des Gerichts im konkreten 
Zivilprozess490. II.Mechanismen in besonderer Kombination: Das bezirksgerichtliche Verfahren Im Vorangehenden wurden für das Gerichtshofverfahren vor einem Richtergremium als Standardverfahren der österreichischen Zivilpro- 218§ 
4 Prozessökonomische Mechanismen 484Siehe oben unter §  3/II./1. und 2. 485So zum Beispiel bezüglich der Gemeindevermittlerämter Klein, Praxis, S.15. 486Klein, Beratungsgesetz, S.60. 487Klein, Beratungsgesetz, S.60. 488Siehe Klein, Zivilprozeß, S.308. 489Vgl. Klein, Bemerkungen CPO, S.329 m. w. H. 490Klein, Praxis, S.204; Klein, Zivilprozeß, S.388f.m. w. H.
        

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