Die Vorschriften bzw. Mechanismen, die zusammen in der Zivil- prozessordnung die Maschinerie des Zivilprozesses bildeten, dienten zwar letztlich alle dem zivilprozessualen Endzweck des Privatrechts- schutzes sowie den besonderen Zwecken des Zivilprozesses, wie Klein sie aufgestellt hatte.413 Einige der Mechanismen aber zielten im Gegen- satz zu anderen in erster Linie auf die drei besonderen prozessökonomi- schen Ziele der Effizienz, Raschheit und Billigkeit und waren ganz vor- nehmlich auf diese Ziele hin ausgerichtet. Solche Mechanismen stellten somit spezifisch 
prozessökonomische Mechanismen dar. b) Prozessökonomische und prozessökonomischere Mechanismen Woran erkennt man spezifisch 
prozessökonomische Mechanismen und wie rechtfertigt man, dass man bestimmte Mechanismen als prozessöko- nomisch ansieht und andere demgegenüber nicht? – Zumal es darum geht, Kleins prozessökonomische Überlegungen und deren konkrete Umsetzung mittels Mechanismen in der Zivilprozessordnung zu unter- suchen, lassen sich besondere prozessökonomische Mechanismen anhand des folgenden 
Kriteriums erkennen: Dort, wo Klein in seinen Schriften ausführlich auf die Prozessökonomie oder Reduktion von Zeit, Kosten und Aufwand einging oder sie als Ziel einer spezifischen Vorschrift als besonders wertvoll anführte, lag ein 
prozessökonomischer Mechanismus vor. Indem auf diese Weise bei den prozessökonomischen Mechanismen der argumentative Weg von den Werken und Überlegun- gen Kleins auf die Zivilprozessordnung hinführt, zeigt sich, wie und wo überall die umfangreiche ratio legis der Prozessökonomie als 
Mechanis- mus in der Zivilprozessordnung umgesetzt wurde und darin eingeflos- sen ist. Am Wortlaut in derZivilprozessordnung allein war der prozess- ökonomische Hintergrund häufig nicht mehr eindeutig und schon gar nicht in seiner gesamten Tragweite ablesbar. Der umgekehrte Weg, aus- gehend vom Wortlaut der Zivilprozessordnung, wäre deshalb unklarer und verworren, da nicht jeder prozessökonomische Mechanismus, des- sen Teile oder das Zusammenspiel mehrerer seiner Teile aus der Zivil- prozessordnung augenfällig hervorging. Dieser umgekehrte Weg bietet sich allerdings später dort an,414 wo es um die legistische Umsetzung 201 
I. Gerichtshofverfahren 413Siehe oben unter §  3/III. 414Siehe unten unter §  4/III./1.
        

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