§ 1 Prozessökonomie in der liechtensteinischen Zivilprozessordnung heute I. Gegenwärtige Fragen – Antworten aus der Vergangenheit Die liechtensteinische Zivilprozessordnung feierte ohne grosses Aufse- hen am 1. Juni 2013 das Jubiläum ihres Inkrafttretens vor einhundert Jahren. Das Jubiläum kann als Anlass genommen werden, auf ihre Ent- stehung und ihre Geschichte zurückzublicken. In der nunmehr einhun- dertjährigen Geschichte der liechtensteinischen Zivilprozessordnung gab es nebst den üblichen Änderungen zwecks Anpassung an das sich wandelnde materielle Recht oder an eine geänderte Umwelt immer wie- der Vorstösse und mitunter Novellierungen vor allem unter einem erklärten Ziel: der Prozessökonomie. Gerade in den letzten Jahren tre- ten aktuelle politische und parlamentarische Debatten, welche generell Ökonomisierungen, Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen gelten, vermehrt auf und betreffen namentlich die liechtensteinische Zivilprozessordnung in Hinsicht ihrer Prozessökonomie. Ein illustrati- ves Beispiel aus dem liechtensteinischen Landtag mag dies veranschauli- chen: das Postulat betreffend die Vereinheitlichung von Rechtsmittel- fristen. 1.Ein aktuelles Beispiel: Verlängerung der Rechtsmittelfristen Am 24. August 2011 wurde von einigen Abgeordneten des liechtenstei- nischen Landtags das 
Postulat betreffend die Vereinheitlichung von Rechtsmittelfristen1 eingebracht: Die Regierung solle unter anderem prü- fen, ob in den Verfahrensordnungen eine gesetzgeberische Vereinheitli- 19 
1Siehe Quellen- und Materialienverzeichnis unter I./2./d).
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.