cher Hinsicht an, nämlich bezüglich Aufwand, Zeit und Kosten.140 Folg- lich lautete für Klein die prozessökonomische Trias: Effizienz [a)], Raschheit [b)] und Billigkeit [c)]. a) Arbeitsaufwand: Effizienz – das Ziel der Prozessökonomie schlechthin Der prozessökonomische Aspekt der Effizienz im Zivilprozess war für Franz Klein insofern bedeutsam, als der neue Zivilprozess geleitet war vom «Bestreben, eine richtige Proportion zwischen Zweck und Mittel herzustellen[.]»141 Das heisst, die Zwecke des Zivilprozesses sollten mit möglichst wenig Aufwand erreicht und verwirklicht werden. Hierin liegt in nuce das Ziel der Klein’schen (wie jeglicher142) Prozessökonomie, deren Grundschema in einem günstigen, angemessenen Verhältnis zwi- schen Aufwand (Mittel) und Ertrag (Zweck) besteht.143 Dieses Grund- schema der Effizienz erläuterte Franz Klein – an einer der Kardinalstel- len zur Prozessökonomie in seinem Werk – folgendermassen: «Die Geschichte der Arbeit ist die stetige Entwicklung des Gedan- kens, 
mit derselben Kraft mehr zu leisten, oder was dasselbe ist, 
die gleiche Leistung mit geringeren Kräften zu bewerkstelligen [...]. Der Prozeß als ein auf einen bestimmten Effekt abgestelltes geisti- ges Zusammenarbeiten mehrerer Personen ist keine Ausnahme. [...] [D]ie Arbeit wirft alle überflüssigen Zutaten ab und beschränkt sich zunehmend auf 
das dem Zweck nach Wesentliche [..., da] auch das 
Ausmerzen aller entbehrlichen Bestandteile des Prozesses für die Gesellschaft von Vorteil und um ihrer Willen zu betreiben ist. [...] Für den Prozeß ist es noch mehr als sonst Pflicht, mit der Arbeitskraft der Beteiligten schonend umzugehen, weil 
der Rechtsstreit keine unmittelbar produktive Tätigkeit ist. Er ist zu den Betriebsunfällen zu zählen, die zu deren Behebung nötige Kraft wird dem werktätigen Schaffen für die Gesellschaft entzogen 102§ 
3 Zivilprozess Kleins 140Als Beispiel für unzählige Nennungen dieser Trias siehe Klein, Bemerkungen CPO, S.205. Siehe Esser, S.44; Sachers, S.249; Sprung, Grundlagen, S.393f.; Dahlmanns, S.2735; Schoibl, Entwicklung, S.53f.; Rechberger, Ziele, S.57; Oberhammer, Spee- ding up, S.225; Oberhammer/Domej, Germany, S.122. 141Klein, Parteihandlung, S.222. 142Siehe oben unter §  1/II./1./b)/aa). 143Vgl. Sprung, Grundlagen, S.392.
        

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