Herausgeber:
Sonstige universitäre Einrichtungen
Erscheinungsjahr:
2014
PURL:
https://www.eliechtensteinensia.li/viewer/object/000366724/5/
1. Josef Gabriel Rheinberger — ein Überblick über sein Leben 
Josef Gabriel Rheinberger wurde am 17. Márz 1839 als Sohn des Grundbuchführers und 
späteren Rentmeisters Johann Peter Rheinberger und Maria Elisabeth Rheinberger, 
geborene Carigiet, in Vaduz im Fürstentum Liechtenstein geboren. Zwei Tage später 
wurde er auf den Namen Gabriel Josef Rheinberger getauft.” 
1844 kam Sebastian Pôhly als Unterlehrer nach Schaan. Der dortige Pfarrer, Jakob 
Anton Carigiet, ein Verwandter von Josef Rheinbergers Mutter, kam auf die Idee, ihn 
nach Vaduz zu schicken, um Rheinbergers beiden älteren Schwestern Musikunterricht 
zu erteilen. Im Unterrichtszimmer war stets auch er anwesend und erhielt so seinen 
ersten Unterricht. Schnell machte er grofe Fortschritte, sodass der Vater 1846 einen 
Flügel kommen lieB. 1849 reiste Rheinberger nach Feldkirch. Er kam zu dem Cellist 
und Chorregat Philipp Schmutzer zur Ausbildung. Bei einem Konzert im selben Jahr 
lernte Rheinberger den Komponisten Mattháus Nagiller kennen. Dieser erkannte sofort 
das auBergewôhnliche Talent des Zehnjährigen. Nagiller reiste sogleich nach Vaduz 
zum Vater, denn er wollte Rheinberger nach München schicken, um ihn dort weiter 
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ausbilden zu lassen. 
Im Oktober 1851 reiste Rheinberger mit seinem Bruder Peter nach München. Der 
zwülfeinhalb jährige Josef Rheinberger bestand die  Aufnahmeprüfung am 
Konservatorium und erhielt Unterricht von Julius Joseph Maier und Christian Wanner, 
spáter auch Orgelunterricht bei Johann Georg Herzog. Schon bald schaffte er es die 
Aufmerksamkeit des Physikers, Geologen, Musikwissenschaftlers und Mediziners Karl 
Franz Emil Schafháutl auf sich zu ziehen. Als sich 1853 die Zeit der Abschlussprüfung 
näherte, stellte sich die Frage wie es weitergehen sollte. Der Vater wollte ihn wieder 
nach Vaduz holen, da die finanziellen Mittel erschópft waren. Es fanden sich aber in 
München einige Musikfreunde, allen voran Schafháutl und Maier, zusammen, die sich 
verpflichteten, monatlich zu zahlen, damit Rheinberger in München bleiben konnte um 
ein privates Weiterstudium bei Franz Lachner aufnehmen zu kónnen. 
  
* Vgl. Harald Wanger, Josef Gabriel Rheinberger. Eine Biographie, Liechtenstein 2007, 1. Auflage, S. 
7 .(Liechtensteinbibliothek 1). 
^ Vgl. Harald Wanger, Josef Gabriel Rheinberger, S. 16-19. 
? Vgl. Harald Wanger, Josef Gabriel Rheinberger, S. 21-31.
        

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