wird.25Der EGMR hat in zwei weiteren Fällen – 
von Hoffen gegen Liechtensteinund Schädler u. a. gegen Liechtenstein– eine Verletzung des Rechts auf ein Verfahren innert angemessener Frist festgestellt. Diese Entscheidungen erforderten keine weitergehenden Massnahmen im innerstaatlichen Recht. Das Ministerkomitee des Europarates hat denn auch jeweils umgehend den korrekten Vollzug dieser beiden Urteile in einer Resolution 
festgestellt.26 II.Wirkungen eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte 1.Formelle und materielle Rechtskraft Nach Art. 34 EMRK kann der EGMR u. a. von jeder natürlichen Person mit einer Beschwerde angerufen werden, wenn die Person behauptet, durch eine der Vertragsparteien in einem von der EMRK oder einem Zusatzprotokoll zur EMRK anerkannten Recht verletzt zu sein.27Der EGMR entscheidet mit Urteil über die (inhaltliche) Begründetheit einer Individualbeschwerde nach Art. 34 EMRK. Die Urteile des EGMR wer- den gemäss Art. 42 EMRK i. V. m. Art. 44 EMRK endgültig, mit ande- 79 
Innerstaatliche Durchsetzung der Entscheidungen des EGMR 25 Vgl. etwa StGH 2010/40, Urteil vom 20. September 2010, Erw. 2.2, abrufbar unter . Vgl. hierzu auch Wille T., S. 349; siehe auch Vogt, Hugo, Anspruch auf rechtliches Gehör, in: Andreas Kley/Klaus A. Vallender (Hrsg.), Grundrechtspraxis in Liechtenstein, LPS 52, Schaan 2012, S. 565 ff. (571 f.). Zu Steck-Risch u. a. gegen Liechtensteinsiehe die Resolution ResDH(2006)73, des Ministerkomitees des Europarates vom 20. Dezember 2006, abrufbar unter . 26 Vgl. für von Hoffen gegen Liechtensteindie Resolution CM/ResDH(2008)54 des Ministerkomitees vom 25. Juni 2008, abrufbar unter . Siehe für Schädler u. a. gegen Liechten- steindie Resolution CM/ResDH(2011)125 des Ministerkomitees des Europarates vom 14. September 2011, abrufbar unter . Vgl. dazu aber auch Fussnote 75. 27 Neben natürlichen Personen sind auch nicht staatliche Organisationen und Perso- nengruppen legitimiert, eine Individualbeschwerde an den EGMR zu erheben.
        

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