BESTEUERUNG VON NATÜRLICHEN PERSONEN IM FL 
7 iu HOCHSCHULE Vermügens- und Erwerbssteuer/ Simulation Flat-Rate-Tax 
LIECHTENSTEIN 
Steuereinnahmen um 7.3% über ihrem budgetierten Wert. In einem In- 
terview äusserte sich der damalige Finanzminister der Slowakei Ivan 
Miklos zur Steuerreform und seinen europáischen Kritikern wie folgt:>* 
Unser Modell ist keine Revolution, sondern von Ókonomen schon lange als 
vernünftig angesehen. Wir wollen die Wettbewerbsfähigkeit und das Wirt- 
schaftswachstum der Slowakei verbessern. Unsere Reform ist nicht unfair 
sie macht lediglich Druck auf andere europäische Staaten und zwingt sie 
ebenfalls zu Veränderungen. Wir könnten die Spitzenverdiener höher be- 
steuern und dann das Geld umverteilen. Das zu verteilende Kuchenstück 
wäre klein. Wir wollen Wachstum um den Kuchen zu vergrössern, statt 
Brösel verteilen. 
Selbst die Pariser Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und 
Entwicklung (OECD) zeigte sich beeindruckt über den Mut der slowaki- 
schen Regierung.” Das Land habe ein einfaches und transparentes Modell 
für Bürger und Staat eingeführt, dass zudem ein sehr billiges Steuersys- 
tem ist. Sie zeigte sich erfreut über eine Stärkung der Produktion sowie 
die Nichtverminderung des Steueraufkommens trotz dieser radikalen Re- 
form. 
4.2 Die Flat-Rate-Tax in der Politik 
4.2.1 Einleitung zu aktuellen politischen Vorstössen 
Die Idee der Flat-Rate-Tax macht nicht in Osteuropa halt. In den letzten 
Jahren sowie in aktuellen politischen Debatten wird auch in Mittel- und 
Westeuropa über Sinn oder Unsinn einer Pauschalbesteuerung gestritten. 
Politische Parteien, Verbände oder Interessenvereinigungen, meist mit 
wirtschaftsliberalen Positionen, nehmen die Idee auf und entwickeln eige- 
ne Konzepte für ihre Länder. Während des deutschen Wahlkampfes im 
Jahr 2005 warb die Christlich Demokratische Union (CDU) mit Prof. Kirch- 
  
M Vgl. NZZ am Sonntag (2004), S. 34 
?? Vgl. NZZ (2005), S. 23 
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