BESTEUERUNG VON NATÜRLICHEN PERSONEN IM FL 
7 iu HOCHSCHULE Vermégens- und Erwerbssteuer/Simulation Flat-Rate-Tax 
LIECHTENSTEIN 
4 Simulation einer Flat-Rate-Tax Besteuerung 
4.1 Bedeutung und Geschichte der Flat-Rate-Tax 
Das Neudeutsche Wort Flat-Rate wird aktuell in verschiedenen Bereichen 
benützt. In der Regel symbolisiert es eine Pauschalgebühr für eine Dienst- 
leistung und ähnliches, die mengenunabhängig ist. Besonders in der 
Telekommunikation wird häufig von Flatrate gesprochen. Im Bereich der 
Steuern geht die Flat Tax auf Alvin Rabushka zurück.?? Er war Professor 
der konservativen Hoover Institution der Standford University in Kalifor- 
nien. Am 25. Márz 1981 erschien ein Artikel im renommierten Wall Street 
Journal. Zusammen mit Robert E. Hall schrieb er das Buch , The Flat Tax", 
erschienen 1985. Die zentrale Idee der Flat Tax ist die Abschaffung des 
progressiven Steuersystems. Die Einführung eines flachen (englisch-flat) 
Steuersatzes soll erfolgen, wogegen der Steuersatz im besten Fall so tief 
als móglich zu gestalten ist. 
In den letzten Jahren haben vor allem osteuropaische, ehemalige sozialis- 
tische Staaten, die Flat Tax Besteuerung entdeckt. Zu Beginn des neuen 
Jahrtausends führte Russland einen Steuersatz von einheitlich 13% ein. ?? 
Es folgten Serbien und die Ukraine mit Sätzen von 1496 sowie 13%. Revo- 
lutionár behandelte die Slowakei dieses Thema. Seit Anfang 2004 kennt 
die Slowakei nur noch einen Einheitssatz von 1990 für direkte (Einkommen 
und Kórperschaft) und indirekte Steuern (Mehrwertsteuer). Als Grund, für 
den Siegeszug der Pauschalsteuer in Osteuropa, ist hauptsächlich die Ein- 
dámmung der Schattenwirtschaft zu nennen. Mit der Wahl von geringen 
Einheitssátzen lohnt sich die Steuerhinterziehung kaum, die Steuererlóse 
der Staaten steigen. Die Steuerzahler haben mehr Geld, die Binnennach- 
frage und das Wirtschaftswachstum steigen. Als Beispiel der Erhóhung der 
Steuereinnahmen dient die Slowakei. Ende des Jahres 2004 lagen die 
  
?? Vgl. Schneider (2003), S. 73 ff. 
53 Vgl. NZZ (2005), S. 25 
50
        

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