Landtagstätigkeit verstärkt. Da sich die Abgeordneten dieser Teilnahme des Volkes am politsichen Gebaren und der direktdemokratischen Ele- mente bewusst sind, agieren sie nie völlig emanzipiert vom Volk. Für den Landtag ist es von Vorteil, wenn er die (Mehrheits-)Mei- nungen der Stimmberechtigten antizipiert und so ein Referendum gegen einen Landtagsentscheid verhindert. Er steht somit zwei wirksamen Ve- tospielern gegenüber: dem Landesfürsten und dem Volk. Zudem entzie- hen die direkten Volksrechte dem Landtag abschliessende Kompeten- zen, die sonst in seinen Wirkungsbereich fallen würden. Zu denken ist dabei an die Richterwahl, bei der er nur einen Vorschlag des Richtergre- miums annehmen oder konkurrenzierende Vorschläge einer Volksab- stimmung unterbreiten kann. Zudem wirkt der Landtag gegenüber dem Landesfürsten (Misstrauensvotum, Monarchieabschaffung) nur als Durchlaufstelle zwischen Fürst bzw. Fürstenhaus und Volk. Der Land- tag kann sich allerdings auch selbst aus der Entscheidverantwortung nehmen, indem er eine beschlossene Vorlage dem Volk vorlegt.160In den letzten zehn Jahren hat der Landag allerdings keine von ihm gutgeheis- sene Vorlage freiwillig dem Volk vorgelegt.97 
Auswirkungen der direktdemokratischen Elemente auf die Landtagsarbeit 160 Marxer/Pállinger, S. 46.
        

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