B.Landtagswahlen Bevor die Abgeordneten ihre Arbeit aufnehmen können, müssen sie sich einer Wahl stellen. Die erfolgreiche Teilnahme an den Landtagswahlen ist damit Grundvoraussetzung jedes Mandats. Im Folgenden wird der Zweck der Landtagswahlen ebenso darge- stellt wie deren Ausgestaltung und das passive und aktive Wahlrecht. Es wird aufgezeigt, dass die Kandidaten für ein Regierungsmandat die Landtagswahlen stark beeinflussen, weshalb in einem eigenen Abschnitt auf dieses Verhältnis eingegangen 
wird. 1.Zweck der Landtagswahlen Generell sind Wahlen der zentrale Akt politischer Beteiligung breiter Bevölkerungsschichten, durch den das Parlament als Repräsentativorgan des Volkes verbindlich bestellt wird und der über die parteienmässige und/oder personelle Zusammensetzung der Regierung entscheidet oder die Regierungsbildung zumindest beeinflusst.5Periodisch wiederkeh- rende Wahlen sind in demokratischen Staaten ein probates Mittel, poli- tisches Vertrauen zu erneuern oder zu entziehen. Damit können sie dem Gedanken der «Herrschaft auf Zeit» in prozessual-dynamischer Weise entsprechen. Durch die Wahlentscheidung gehen neben der personellen Selektion auch Mehrheitsentscheidungen über Sachfragen auf der Basis von Parteiprogrammen und Grundsatzpositionen einher, wobei gerade die Parteien Meinungs- und Willensbildungsprozesse werbemässig för- dern. Damit üben die Parteien durch die überwiegend von ihnen be- sorgte Auswahl, Unterstützung und Präsentation der Kandidaten einen 59 
5 Marxer, Wahlforschung, S. 267.
        

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