Kaiser:Meiner Meinung nach könnte der Landtag während der ge- samten Legislaturperiode eröffnet sein, d.h. es sollte innerhalb der Le- gislaturperiode keine jährliche Landtags-«Schliessung» 
geben. Wolff:Die Institution ist notwendig, da die Sitzungsperiode jeweils durch Schliessung des Landtages im Dezember eines Jahres endet und erst in der Regel im Februar des Folgejahres anlässlich der Eröffnung des Landtages wieder neu begonnen wird. Der Landesausschuss wäre daher nur dann überflüssig, wenn diese Regelung so geändert würde, dass der Landtag nach einer Landtagswahl eine durchgehende vierjährige Sit- zungsperiode bis zur Neuwahl hat. Dies scheint mir aber nicht notwen- dig zu sein und sehe ich keinen Anlass, diese Regelung, die als Tradition bezeichnet werden kann, abzuschaffen. Nichtöffentliche Landtagssitzungen: Sollte Ihrer Meinung nach dieses Instrument des Landtags eingedämmt bzw. näher reglementiert 
werden? Frick:Personalsachen sollten im nichtöffentlichen Landtag behan- delt werden. Im Moment werden dort fast nur Finanzplatzthemen dis- kutiert. Im Moment 
ok. Hilti:Im Moment ist der Finanzplatz das häufigste Thema im nichtöffentlichen Landtag. Dort kann der Regierungschef anders infor- mieren. Nichtöffentliche Landtagssitzungen können genutzt werden für wertvolle Vorbesprechungen und für den Personenschutz, zum Beispiel bei 
Richtern. Kaiser:Der nichtöffentliche Landtag sollte schlank gehalten wer- den. Der Landtag sollte die Transparenz hoch halten und sich nicht vor öffentlichen Diskussionen scheuen. Zustellungsfristen von Vorlagen, Berichten und Anträgen: Sind die Fris- ten ausreichend für den Landtag? Würden Sie sich für längere  Fristen einsetzen? Beck:Die Frist von drei Wochen wird von Regierung zum Teil ab- sichtlich nicht eingehalten. Bericht und Antrag werden den Abgeordne- ten so kurzfristig übermittelt, dass keine Zeit bleibt, um Gutachten ein- zufordern. Das andere Extrem wäre aber die Zuschüttung der Abgeord- neten durch die Regierung mit belanglosen Materialien. 354Befragungen
        

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