beschränkten personellen Ressourcen, sowie andererseits auf die geringe Anzahl an ständigen Kommissionen und auf die seltene Bestellung von besonderen Kommissionen. Kommissionen bergen ein grosses Unter- stützungspotential für den Landtag. Es sollte die Anzahl an ständigen Kommissionen erhöht sowie deren Mitwirkung im täglichen Landtags- prozedere verstärkt werden.15Aufgrund der knappen personellen Res- sourcen bedingt dies allerdings eine Erhöhung der Mandatszahl. Die finanzielle Entschädigung der Abgeordneten für ihre Land- tagstätigkeiten scheint ausreichend. Staatsangestellte erhalten für alle Sit- zungstage des Landtags – im Sinne eines bezahlten Urlaubs – den vollen Lohn zusätzlich zur Entschädigung als Landtagsabgeordnete erhalten.16 Diese Bevorzugung sollte abgeschafft werden. Überhaupt ist es fraglich, warum in Liechtenstein Staatsangestellte ein Landtagsmandat ausüben können, während dies in anderen Staaten aufgrund von Inkompatibilität nicht möglich ist. Da dies in Liechtenstein zu Interessenkonflikten und etwa einer Schwächung der Regierungskontrolle führen kann, sollte ein Gesetz über die Unvereinbarkeit eingeführt 
werden. 3.Verfassungsrechtliche Stellung von Fürst, Volk und  Regierung im Verhältnis zum Landtag Innerhalb des Staatsapparates befindet sich der Landtag in einem Gefüge mit anderen Institutionen: Landesfürst, Volk, und Regierung. Dabei steht der Landtag zwei Vetospielern gegenüber: dem Volk und dem Fürsten. Beim Volk ist vor allem das Referendum zu nennen. Der Land- tag muss zudem darauf achten, dass er seine Repräsentationsfunktion im Verhältnis zum Volk wieder wahrnimmt und sich nicht von der Regie- rung einnehmen lässt. Nur so präsentiert sich der Landtag als Volksver- tretung. Die Kompetenzen zwischen Landtag und Landesfürst sind nicht gleichmässig verteilt: Dem Landtag ist es nicht möglich, den Landes- fürsten abzusetzen, währenddem der Fürst den Landtag eigenmächtig vertagen oder auflösen kann. Zudem nimmt der Landesfürst mit seinem 321 
Fürst, Volk und  Regierung im Verhältnis zum Landtag 15Frommelt, S. 45. 16Verordnung über das Dienstverhältnis des Staatspersonals (Staatspersonalverord- nung), LGBl 2008/ 303, Art. 23 AbS. 1 lit. h.
        

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