im Gange seien mit Nein. Drei Tage später konnten die Landtags- abgeordneten aus den Zeitungen den Abschluss eines Doppelbe- steuerungsabkommens mit Uruguay entnehmen. Diese Vorgehens- weise ist gegenüber dem Landtag und seinen Abgeordneten m. E. nicht sehr respektvoll.»193 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Aussenpolitische Kommission ihre «relativ schwachen Kontrollbefugnisse nicht aus- schöpft».194In Zusammenhang mit der Tatsache, dass in aussenpoliti- schen Angelegenheiten die «Regierung ein beinahe vollkommenes Infor- mationsmonopol»195besitzt, und die Regierung die Aussenpolitische Kommission ungenügend informiert, kann diese kaum als Kontrollor- gan auftreten. Damit erfüllt die Aussenpolitische Kommission «lediglich eine quantitative und keine qualitative Stärkung der Kontrollfunktion des Landtags».196 4.4Parlamentarische Untersuchungskommissionen Das parlamentariche Untersuchungsrecht ist gemäss Koja das bedeut- samste Instrument der politischen Kontrolle überhaupt.197Der Landtag kann zur Feststellung von Tatsachen sowie zur Abklärung von Verant- wortlichkeiten Parlamentarische Untersuchungskommissionen einset- zen (Art. 63bis LV, Art. 30 Abs. 1 VwKG). Solche ad-hoc Kommissio- nen sind weder ständige (Art. 54 GOLT) noch besondere Kommissio- nen. Bei Parlamentarischen Untersuchungskommissionen handelt es sich um eine selbständige, unmittelbare, regierungsunabhängige und aus eigenem Antrieb erfolgende Ermittlungstätigkeit des Landtags.198 Die Bestellung ist als starkes Minderheitenrecht ausgestaltet, indem bereits ein Viertel der Abgeordneten die Einsetzung einer Parlamentari- 296Landtagsmehrheit 
als Kontrollinstanz 193LTP 2010, S. 417. 194Allgäuer, S. 335. 195Allgäuer, S. 335. 196Frommelt, S. 26. 197Koja, S. 202. 198Frenkel, S. 815; Stadler, S. 199; Moser, S. 199; Brunner, Regierungslehre, S. 247; All- gäuer, S. 338
        

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