B.Der Konstitutionalismus und die Verfassung von 1862 In der Zeit zwischen 1818 bis 1862 zeigten sich zunehmend liberale Be- wegungen, welche sich vor allem gegen die blosse Ständevertretung rich- teten.8Zu dieser Zeit begann ein Ringen um den Ausbau der Volks- rechte. Durch die Revolution von 1848/49 erreichten die Forderungen nach «Verfassung» und «freier Volksvertretung» einen temporären Hö- hepunkt. Die Wellen der Revolution trugen Peter Kaiser und mit ihm nationale und liberale Ideen empor, was im Entwurf einer modernen Verfassung im Jahr 1849 gipfelte.9Die Geschichte der modernen liech- tensteinischen Volksvertretung nahm ihren Anfang.10 Zu Beginn der Revolution wählten die Gemeinden die Dorfaus- schüsse und noch im Laufe des Jahres 1848 wurden Volksvertretungen in verschiedenen Formen entworfen und praktisch erprobt.11Aus den Dorfausschüssen entstand ein Landesausschuss unter dem Vorsitz von Peter Kaiser.12Dieser setzte Petitionen an den Fürsten auf13und drückte die Forderungen des ganzen Volkes gegenüber dem Fürsten aus: freiere Verfassung, Entlastung des Grundeigentums und die Behandlung als Bürger und nicht als Untertanen.14Daraufhin ordnete der Fürst die Wahl eines Verfassungsrates zur Beratung von Verfassungswünschen und zur Ausarbeitung eines Verfassungsentwurfs an.15Der Fürst erhielt den Ver- fassungsentwurf im Oktober 1848.16Dessen Kernpunkt war die Vereini- 29 
8 Steger, S. 33. 9 Ignor, S. 472. 10 Geiger, Volksvertretung, S. 31. 11 Geiger, Volksvertretung, S. 34. 12 Beattie, S. 28. 13 Beattie, S. 28. 14 Geiger, Volksvertretung, S. 34. 15 Beattie, S. 28. 16Geiger, Volksvertretung, S. 35 f.
        

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