Zu guter letzt soll noch die liechtensteinische Oppositionsführerin Andrea Matt (Freie Liste) 
zu Wort kommen, die im SPIEGEL (Ausgabe 09/2008 vom 25.2.2008, 74) mit folgender 
Aussage zitiert wird: „Vielleicht ist die Affäre Ja auch ein Chance für Liechtenstein.“ 
Es wäre dem Kleinstaat, der sich mit einer großartigen Geschäftsidee aus dem Jahre 1926 von 
einem bitterarmen Agrarstaat innerhalb kürzester Zeit zu einem geschätzten und erfolgreichen 
Finanzplatz hochgearbeitet hat, zu wünschen. Die Chancen stehen gut, denn die Liechten- 
steinerinnen und Liechtensteiner waren von jeher gezwungen sich schnell und flexibel an 
geänderte Verhältnisse anzupassen und der Globalisierung mit innovativen und mutigen Ideen 
zu begegnen. Auch Liechtenstein ist der Überzeugung, dass dies nicht auf Kosten anderer 
geschehen soll. 
Die politischen Akteure in Liechtenstein werden jedoch lernen müssen, entgegen ihrer bisher 
gepflegten Einstellung, dass es einem Kleinstaat ansteht nur leise und zurückhaltend nach 
außen zu kommunizieren, sich nach außen nicht zu verstecken, sondern international sicht- 
barer und mutiger zu kommunizieren und sich aktiv jener Kommunikationsinstrumente zu 
bedienen, die sie national bereits anwenden. Nur so wird es ihnen gelingen im Spiel der 
zunehmend über die Medien geführten zwischenstaatlichen bzw. globalen Kommunikation zu 
bestehen, ihre Interessen durchzusetzen und dabei noch gut auszusehen. 
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